Das Verbindende in der Kunst
Galtür – Seine aktuelle Ausstellung mit dem Titel „Pax Mundi. Öffnungen. Gemälde aus dem Fluss der Zeit“ im Alpinarium Galtür hat der in Axa...
Galtür –Seine aktuelle Ausstellung mit dem Titel „Pax Mundi. Öffnungen. Gemälde aus dem Fluss der Zeit“ im Alpinarium Galtür hat der in Axams lebende Künstler Marco Szedenik als eine ganz im Zeichen des Europäischen Friedensprojekts stehende konzipiert. Es ist eine Zusammenstellung von Arbeiten aus mehreren Werkgruppen, insbesondere dem Werkblock „Tirol: Welt und Land“ 2006-2012, „Zeit des Gleitens“ 2008, „Land, Speise und Dank“ 2010 und „Kosmische Erscheinungen konsolidierend“ 2012.
Ergänzt durch Porträts von Bertha von Suttner und Sigmund Freud, zwei erklärten Pazifisten, sowie durch drei weitere Arbeiten ist die Schau ein Verweis auf eine dem Menschen innewohnende, aufklärende Geisteshaltung. Für Szedenik lässt sich der Weltenlauf durch die Kunst zwar nicht direkt beeinflussen. Für ihn ist aber die Erinnerung an die Existenz derartigen Gedankenguts, eines seit der griechischen Antike immer wieder erklingenden humanistischen Wohldenkens, mehr als angebracht. Wenn er etwa Landschaftsbilder, Stillleben, kulturelle Monumente mystischer Verklärung gegenüberstellt, so tut er dies im Sinne einer Öffnung zur gesteigerten Wahrnehmung für das Essenzielle im Leben. Kultur bzw. Kunst fungiert so als positiv verbindendes Element. (hau)