Mit Olympiagold nahm alles seinen Anfang
Was 2004 mit Wahl-Tirolerin Kate Allen begann, geht heute mit der Triathlon-EM weiter: Die Szene schlägt in der Gamsstadt ihre Zelte auf.
Von Christof Strasser
Kitzbühel – Einzigartig in der Geschichte des rot-weiß-roten Triathlonsports bleibt Kate Allens Olympiasieg von Athen. 2004, als sich die gebürtige Australierin aus zweiter Reihe wie ein Gepard aus dem Hinterhalt anschlich, auf den letzten Metern Loretta Harrop (AUS) als leichte Beute sah, diese überholte und Gold für Österreich holte. Ein unvergesslicher Moment.
Im selben Jahr erhielt Kitzbühel beim Weltkongress der Internationalen Triathlonunion (ITU) den Zuschlag für einen B-Weltcup – die Geschichte des heimischen Triathlonsports auf internationaler Ebene war geboren und besteht bis heute.
EM-Plan Kitzbühel 2014
Heute:
19.30 Uhr City Team Exhibition (Zentrum), Showevent
Donnerstag:
ab 10.45 Uhr: Nachwuchstriathlon und Triathlonzug. 19.30 Uhr: EM-Eröffnungsfeier in Kitzbühel (Zentrum)
Freitag:
ab 8 Uhr Age-Group-EM (Sprint). 13 Uhr: Start Juniorinnen EM. 15 Uhr: Start Elite der Damen. 19 Uhr: Siegerehrung (Zentrum)
Samstag:
8 Uhr: Paratriathlon. 13 Uhr: Junioren EM. 15 Uhr: Start Elite der Herren. 19 Uhr: Siegerehrung (Zentrum)
Sonntag:
7.30 Uhr: Start Age Group-EM (Olympisch). 13 Uhr: Team Mixed-Junioren. 15.30 Uhr: Elite-EM Mixed Team. 17.30 Uhr: Siegerehrung (Schwarzsee). Ab 19 Uhr: Schlussfeier
Alle Veranstaltungen frei zugänglich
Weltcuprennen und die World-Triathlon-Serie sollten folgen. Ab morgen hat Kitzbühel ein Highlight mehr: nämlich die größte Europameisterschaft aller Zeiten. 2500 Athleten in allen Altersklassen werden kommen, alleine über 600 Age-Group-Athleten aus England, 500 aus Österreich. Tirol wird insgesamt 42 Triathleten (Elite, Junioren, Age-Group) auf die Jagd nach Edelmetall Richtung Kitzbühel schicken. Die Heim-EM wird somit mehr als nur eine Europameisterschaft der herkömmlichen Art. Vor allem die logistische Abwicklung wird zur Herausforderung für die Veranstalter und deren 600 Helfer.
„Wir sind bereit, alles läuft nach Plan“, sagt Herwig Grabner vom Organisationsteam.
Während der Kurs der Elitestarter nach dem Abstecher im vergangenen Jahr aufs Kitzbüheler Horn wieder rund um das Areal des Schwarzsees und durch das Stadtzentrum von Kitzbühel zurückführt, bekommen es die Hobbysportler mit der wahrscheinlich schwersten Radstrecke in der 30-jährigen EM-Geschichte zu tun:
Gleich drei giftige Anstiege (360 Höhenmeter pro Runde) warten dabei auf der Radstrecke zwischen Reith und Oberndorf auf die Age-Group-Teilnehmer, die sich über diverse Triathlonbewerbe für die EM qualifizieren mussten. Geschwommen wird natürlich im Schwarzsee, die Laufbewerbe führen entweder um oder entlang des Moorsees.
Um einen reibungslosen, vor allem aber sicheren Ablauf zu gewährleisten, kommt es zu einigen Straßensperren: am Freitag zwischen 8 und 11 Uhr im Bereich Reith, Bichlach, Oberndorf, Rerobichl. Beim Junioren- bzw. Eliterennen zwischen 13.10 bis 13.55 Uhr und von 15.15 bis 16.40 Uhr sind unter anderem der Lebenbergtunnel und Teile der Kitzbüheler Vorderstadt gesperrt.
Ähnlich ist es am Samstag, wo der Lebenbergtunnel und Bereiche der Vorderstadt nachmittags gesperrt sind. Am Sonntag wird von 7.50 bis 11.25 Uhr die Strecke nach Reith, Bichlach und Rerobichl gesperrt. Für das Teamevent am Sonntagnachmittag ist ein kleiner Bereich entlang der Reither Straße gesperrt. Genaue Details zu allen Sperren finden Sie im Netz unter www.ec-kitzbuehel-2014.com.
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