Möbelverkauf stagniert, Reisen im Aufwind
Wien – Dass sich die Menschen in Krisenzeiten ins traute Heim zurückziehen, war einmal. In den vergangenen Jahren haben die Österreicher zun...
Wien –Dass sich die Menschen in Krisenzeiten ins traute Heim zurückziehen, war einmal. In den vergangenen Jahren haben die Österreicher zunehmend weniger in Sofas, Küchen und Schlafzimmer investiert. Das macht dem heimischen Möbelhandel zu schaffen, der seit 2010 mit stagnierenden Umsätzen kämpft. 2013 gingen die Erlöse laut einer Kreutzer Fischer & Partner-Berechnung (KFP) nominell um ein Prozent auf 4,3 Mrd. Euro zurück.
„Für eine zunehmende Anzahl von Konsumenten hat ein Urlaub mittlerweile einen höheren Nettonutzen als ein neues Sofa“, teilte KFP am Mittwoch mit. Die schwache Nachfrage nach Einrichtungsgegenständen trotz des scharfen Preiskampfes trifft heute die großen Ketten, die in den vergangenen 30 Jahren auf Kosten der mittelständischen Möbelhändler stark gewachsen sind. Die Branchenexperten orten auch „strukturelle Defizite“ bei den Filialisten. Die Beratung sei schwach, aber ohne gute Kundenbetreuung bringe die Listung von hochpreisigen Artikeln nichts. Erschwerend hinzu komme der Wunsch der Möbelindustrie, eigene Monomarken-Läden zu betreiben.
Die neue Kampagne, in der Kika und Leiner gemeinsam beworben werden, leitet bereits die zu erwartende Fusion der beiden Marken ein, ist das Beratungsunternehmen überzeugt. (TT, APA)
Kommentare