Von Papierform her klare Sache war nichts für schwache Nerven
Nach den vier ersten Achtelfinalspielen, bei denen die Nerven eines jeden Fußballfans überstrapaziert wurden, erwartete man gestern zwei kla...
Nach den vier ersten Achtelfinalspielen, bei denen die Nerven eines jeden Fußballfans überstrapaziert wurden, erwartete man gestern zwei klare Siege. Die Favoriten Frankreich und Deutschland standen schon seit Tagen quasi als Sieger fest. Die Fans wollten einfach einmal tollen Fußball sehen, ohne dabei kurz vor dem Nervenzusammenbruch zustehen. Aber erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt ...
Die Stimmung nahe der Fanzone an der Copacabana war von Beginn an gut. Zum ersten Mal schien es so, als wären die Fans der Europäischen Teams in Überzahl. Vor allem beim ersten Spiel Frankreich - Nigeria waren viele Anhänger in den Dressen der Equipe Tricolore unterwegs, mit Fahnen bewaffnet und blau-weiß-rot bemalten Gesichtern.
Als die Partie dann anfing, kippte die Stimmung aber recht schnell. In beiden Spielen wusste der Underdog zu überzeugen. Die gute Leistung der Außenseiter Nigeria und Algerien überraschte so einige. Plötzlich waren die Fananteile an der Copacabana ausgeglichen. Die zuvor noch unparteiischen Brasilianer hofften logischerweise auf einen Sensation, einer der beiden Titelfavoriten aus Europa sollte ausscheiden. Und wieder musste man bis zum Ende mitzittern. Für den großen Wurf einer afrikanischen Mannschaft reichte es bekanntlich nicht und somit spielen am kommenden Freitag Deutschland und Frankreich im Maracana.
Heute wird um 13:00 Uhr Ortszeit wieder die argentinische Nationalmannschaft auflaufen. Die brasilianischen Medien berichten seit Tagen über den Zuschauer-Andrang aus dem Nachbarland. Auch in Rio de Janeiro werden es immer mehr. Das Spiel heute findet in Sao Paulo statt. Bereits gestern hatten die Medien von 70.000 Messi-Jüngern gesprochen und es sollten noch mehr werden. Auf die Schweiz wartet somit hellblau-weißer Spießrutenlauf.
Auch wenn Argentinien der Erzfeind Brasiliens ist und man hierzulande immer hofft, dass sie verlieren, wünschen sich Mehrheit der Brasilianer ein Aufeinandertreffen im Finale. Denn ein Sieg im Endspiel würde noch süßer schmecken ...
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