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1914-2014: Napolitano traf Pahor - „EU-Einheit nicht gefährden“

Rom (APA) - Der italienische Präsident Giorgio Napolitano hat Montag seinen slowenischen Amtskollegen Boris Pahor in der Grenzstadt Gorizia ...

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Rom (APA) - Der italienische Präsident Giorgio Napolitano hat Montag seinen slowenischen Amtskollegen Boris Pahor in der Grenzstadt Gorizia (Görz) getroffen. Hier beteiligten sich die beiden Präsidenten an einer Gedenkzeremonie in Erinnerung an den Ersten Weltkrieg. Die italienische, slowenische und europäische Hymne wurden von Sloweniens Militärorchester gespielt.

Gemeinsam besuchten Napolitano und Pahor dann Sveta Gora (ital. Montesanto), den wichtigsten Wallfahrtsort im Isonzotal auf slowenischem Gebiet. Hier enthüllten sie eine Tafel in Erinnerung an die Opfer des Ersten Weltkriegs. „Niemand darf das Prinzip der Integration und der Einheit der EU in Frage stellen“, betonte Napolitano.

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„Die Grenzen zwischen Italien und Slowenien und Österreich sind zwei Mal von Heeren überquert worden, die sich an erschreckenden Schlachten beteiligt haben. All dies gehört der Vergangenheit an, weil wir heute alle Mitglieder einer gemeinsamen Familie, jener Europas, sind“, so Napolitano.

Die EU habe viele Phasen der Krise erlebt. „Keine ist jedoch so akut wie jene, die wir in den letzten sieben durchgemacht haben“, betonte der 89-jährige Napolitano. Er zeigte sich zuversichtlich, dass die EU auch diese schwierige Phase überwinden werde. „Friede ist nicht nur, dass kein Krieg im Gange ist. Friede bedeutet vor allem Bereitschaft zur Zusammenarbeit, Solidarität und Freundschaft“, erklärte der Staatspräsident.

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Italien und Slowenien seien fest entschlossen, für eine Wende in der EU zu arbeiten. „Wir werden jedoch streng auf jeglichen zerstörerischen Versuch reagieren, der zur Auflösung der EU führen könnte“, erklärte Napolitano.


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