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Forschung auf Spur gebracht

Die Osttiroler Gesundheitsstudie nimmt Effekte von Urlaubsaktivitäten unter die Lupe. Das Ergebnis soll auch wirtschaftlich Impulse setzen.

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Von Claudia Funder

Lienz –Sie war in der Planungsphase nicht unumstritten, die Osttiroler Gesundheitsstudie – die TT berichtete. „Ich wollte es schon lassen, nachdem man es madig zu machen versucht hat, aber ich führe die Studie im Sinne der Wissenschaft durch“, erklärte Peter Lechleitner, Leiter der Inneren Medizin am BKH Lienz und federführend am Projekt beteiligt, im Rahmen eines Pressegesprächs nach erfolgtem Startschuss.

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Die Kosten für die Studie belaufen sich auf 200.000 Euro, die Landesregierung beschloss im Juni 2013 die Förderung des Vorhabens. Mit im Boot sind auch der Projektträger BKH Lienz sowie der TVB Osttirol und Hotels. Die auf zwei Jahre ausgelegte Forschung soll neue Erkenntnisse über Effekte von bestimmten bewegungsorientierten Urlaubsaktivitäten bringen. Das Thema Gesundheit könnte auch dem heimischen Tourismus zu Impulsen verhelfen. „Es ist eine große Chance für Osttirol“, betonte Andreas Köll, Obmann des Gemeindeverbandes Bezirkskrankenhaus Lienz. „Der Gesundheitstourismus ist ein Wachstumsmarkt. Ein Drittel der Gäste macht sich Gedanken, im Urlaub etwas für die Gesundheit zu tun“, erklärte Lechleitner, der schon vor zehn Jahren von Touristikern kontaktiert worden war, in puncto Gesundheitstourismus etwas zu unternehmen. Es sei noch nicht vieles wissenschaftlich erforscht, umfassende Daten fehlen. Auf den Grund gehen will man den Fragen, welche die Faktoren sind, dass im Urlaub tatsächlich Erholung gelingt, und wie dies objektiv zu messen sei. Ausgewählte Probanden, sprich Gäste, werden vor und nach ihrem Urlaub nach aufschlussreichen Kriterien untersucht. Erforscht werden soll, welche Aktivität in welcher Dauer und auf welchem Level erfolgversprechend ist. Derzeit sind zehn Hotels am Projekt beteiligt. „Vielleicht werden es mehr“, so Lechleitner, der wie Köll betont, dass Osttirol für diese angewandte Forschung prädestiniert sei. Es sei der Bezirk mit der höchsten Lebenserwartung und hervorragenden Umweltfaktoren.

Profitieren könnte Osttirol vom Studienergebnis, wenn es erfolgreich gelingt, das Profil des Bezirks gezielt in Richtung gesunde Urlaubsregion zu schärfen.

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