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Bedrohte Pflanze: Ufer-Tamariske kehrt an steirische Enns zurück

Liezen (APA) - Die Ufer-Tamariske, auch Rippelstrauch genannt, zählt in Österreich zu den „vom Aussterben bedrohten“ Pflanzen. Ein Artenschu...

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Liezen (APA) - Die Ufer-Tamariske, auch Rippelstrauch genannt, zählt in Österreich zu den „vom Aussterben bedrohten“ Pflanzen. Ein Artenschutzprojekt im Nationalpark Gesäuse (Bezirk Liezen) soll dabei helfen, dass dieser Strauch in der Steiermark wieder heimisch wird.

Die Ufertamariske ist auf Sand- und Schotterbänke spezialisiert, die sie mit ihrem tiefen, ausgeprägten Wurzelsystem verfestigt. Mit ihren 2-3 mm langen, blaugrünen Blättern und den weißen bis hellrosa Blüten am Ende der langen Äste, sind die bis zu zwei Meter hoch wachsenden Tamariskensträucher leicht zu erkennen. Flussbegradigungen, Wasserkraftwerke und flussbauliche Maßnahmen haben jedoch dazu beigetragen, dass die „Myricaria germanica“ von den Schotterbänken und Flussufern im Laufe des 20. Jahrhunderts verschwand.

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An der steirischen Enns und an dem in den Fluss einmündenden Johnsbach ist die Tamariske mittlerweile ausgestorben - trotz geeigneter Bedingungen, schilderte Daniel Kreiner, Leiter des Fachbereiches Naturschutz des Nationalparkes Gesäuse, im Gespräch mit der APA. Das Wachstum der Pflanze hänge nämlich stark von der Flussdynamik ab: regelmäßiges Hochwasser sei nötig. Die Enns im Nationalpark Gesäuse biete für eine Wiederansiedlung gute Voraussetzungen.

In einem Pflanzengarten in Gstatterboden (Bezirk Liezen) werden die Stecklinge mit österreichischem Ursprung gezüchtet und vermehrt, damit sie an den geeigneten Standorten entlang der Enns wieder angesiedelt werden können. 40 bis 50 Individuen dienen der Weiterzucht, in periodischen Abständen werden rund ein Dutzend an regelmäßig überfluteten Schotterbänken angepflanzt.

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Bereits seit 2003 finden Studien zur Wiederansiedlung statt, es waren jedoch mehrere Anläufe nötig, um das Projekt erfolgreich realisieren zu können, so Kreiner. „Nun sind die Gegebenheiten besser, das hängt auch mit positiven Veränderungen im Hochwasserschutz zusammen“, schilderte der Projektverantwortliche. Langfristig werde die Wiederansiedlung aber nur Erfolg haben, wenn die Pflanze auch außerhalb eines bisher noch räumlich begrenzten Gebietes angepflanzt wird“, meint Kreiner.

Bereits 2010 wurde die Ufer-Tamariske in Oberösterreich an der Oberen Traun wieder angesiedelt. Die Stecklinge dazu wurden entlang der Drau in Kärnten entnommen, wo sich die Pflanze bereits neu etablieren konnte. Einzelne natürliche Bestände sind in Österreich noch in Tirol (etwa an den Flüssen Isel und Lech) und auch an der Salza zu finden.


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