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Klangwelten für Hörspiel entstehen

Bei der sechsten Auflage der „Klangspuren Lautstark“ in Imsterberg kreieren zurzeit rund 60 Jungmusiker ein musikalisches Hörspiel. Die Natur sollte mit ihren Klängen Inspirationsgeber sein.

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Von Hubert Daum

Imsterberg –Bevor die „Klangspuren“ in Schwaz die Pforten im August öffnen, führen die musikalischen Spuren wieder nach Imsterberg. Dort, wo seit sechs Jahren Jungmusiker zwischen acht und 18 Jahren der Lust am Improvisieren und Komponieren freien Lauf lassen, tauchen zurzeit rund 60 Instrumentalisten und Sänger aus drei Nationen unter dem Titel „Klangspuren Lautstark“ noch tiefer als üblich in die Welt der Töne ein.

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Die feriale Musizier- und Komponierwerkstatt hat sich heuer zum Ziel gesetzt, ein musikalisches Hörspiel, eine Art Radio-Oper zu entwickeln. Gecoacht werden die Kinder und Jugendlichen von einem zehnköpfigen Team um die Mitbegründerin des Education-Programmes der Berliner Philharmoniker, Cathy Miliken. Die Komponistin und Oboistin: „Wir bedienen uns aus der Natur- und Klangforschung und stellen zum Beispiel die Fragen, wie klingt ein Regentropfen, wie hoch ist der Himmel, wie klingt die Entfernung? Dabei lassen wir der Vorstellungskraft freien Lauf.“ Gedacht sei weniger an eine genaue Übertragung der Klänge als vielmehr an Klangwelten, die durch die Vorstellung von Naturereignissen entstehen. Miliken philosophisch: „Der Klang eines Wassertropfens hängt zum Beispiel von der eigenen Position ab, ob ich Ameise oder Elefant bin oder auf welche Oberfläche er trifft.“

Es sollte also eine musikalische Geschichte mit imaginärer Inspiration entstehen. Dazu wurden fünf heterogene Komponiergruppen gebildet, die nun schon seit letztem Samstag Gedanken, Melodien und Arrangements entwickeln und die gegenseitigen Ideen weiterspinnen. Als kleine Ideengeber brachten die Coaches Anfangssätze von vier Geschichten mit. Ansonsten starteten die Workshops mit dem Nulllevel. Am Ende des Schöpfungsprozesses werden fünf Kapitel des Hörspieles stehen, die von den Ensembles vorgetragen werden. Parallel dazu entstehen Kompositionen für das Gesamtensemble (tutti), die die fünf Elemente verbinden sollten.

„Neben dem intensiven Musizieren ist mit dem gegenseitigen Helfen und Tolerieren die soziale Komponente ein wichtiger Faktor“, ergänzt Desiree Beirer von den „Klangspuren“. Das eigens komponierte Lied „Imster Knistern“ sei ebenfalls schon in aller Munde bzw. Noten.

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Den Jungmusikern, die teilweise schon zum siebten Mal dabei sind, wurde zudem ein sportliches Rahmenprogramm geboten. Am 13. Juli wird um 11 Uhr allerdings die Musik im Vordergrund stehen, wenn das Ergebnis des neuntägigen Prozesses im Gemeindesaal uraufgeführt wird.


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