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Neuer Wanderweg bringt Frieden am Arzberg

Bösen Worten im Wegerechtsstreit folgte der Gang zum Gericht. Ein Mediationsverfahren löste den Konflikt. Ein neuer Weg wird errichtet.

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Von Angela Dähling

Schwaz –Drei Jahre lang herrschte dicke Luft am Arzberg wegen eines Trampelpfades, der durch die Felder des Höglhofs der Familie Prem verlief. Alois Kometer und weitere Anrainer machten sich (u. a. mit einer Unterschriftensammlung) für den Erhalt dieses ihrer Meinung nach öffentlichen Weges stark – die TT berichtete.

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Franz Prem hatte durch einen Zaun den Zugang zu dem Trampelpfad versperrt und wollte von etwaigen Servitutsrechten nichts wissen. Prems Hund Rambo machte den Streit um eine Facette reicher – zum einen, weil sich viele seinetwegen nicht mehr trauten, einen weiteren Weg am Premhof, dessen Begehung bis auf Widerruf gestattet wurde, zu nutzen. Zum anderen, weil im TT-Artikel über die Streitigkeiten Äußerungen in Zusammenhang mit dem Hund Niederschlag fanden, die Alois Kometer veranlassten, gegen Franz Prem wegen Rufschädigung gerichtlich vorzugehen.

Beim Landesgericht in Innsbruck riet der Richter den Streitparteien dann eine Mediation an, die von beiden Seiten angenommen und ein Erfolg auf ganzer Linie wurde. Zum einen nimmt Franz Prem seine gegenüber der Tiroler Tageszeitung getätigten Behauptungen zurück, wonach Alois Kometer nachts um sein Haus geschlichen sei, seine Familie beobachtet und fotografiert und seinen Hund geschlagen habe. Zum Zweiten führte die Mediation auch im Wegstreit zu einer Lösung, die eine immense Verbesserung zur jetzigen Situation darstellt.

Franz Prem überträgt nämlich einen meterbreiten und zirka 100 Meter langen Grundstücksstreifen an der Grundgrenze seines Hofes kostenlos ins öffentliche Gut. Die Stadtgemeinde Schwaz errichtet darauf einen Weg und würde, falls Prem eine Abgrenzung mittels Zaun wünscht, dafür Lärchenholz zur Verfügung stellen.

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An der Zaunerrichtung und Erhaltung waren bisher Verhandlungen mit der Stadtgemeinde gescheitert. Für die Errichtung der Zaunanlage wird nun Franz Prem aufkommen. Die Allgemeinheit verzichtet im Gegenzug auf weitere Ansprüche den bisherige Trampelpfad durch Prems Felder betreffend.

Der neue Weg stellt auch für Bürgermeister Hans Lintner eine ideale Lösung dar. Gewährleistet doch der Weg auch eine direkte Verbindung von der Kellerjochbahn zum Rodelweg.


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