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Kerry setzt Vermittlung nach afghanischer Präsidentschaftswahl fort

Kabul/Washington (APA/sda/AFP) - Im Streit um den Ausgang der Präsidentschaftswahl in Afghanistan hat US-Außenminister John Kerry seine Miss...

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Kabul/Washington (APA/sda/AFP) - Im Streit um den Ausgang der Präsidentschaftswahl in Afghanistan hat US-Außenminister John Kerry seine Mission zur Vermittlung zwischen den Kontrahenten am Samstag fortgesetzt. Erste Gespräche am Vortag mit dem früheren Außenminister Abdullah Abdullah und dem ehemaligen Finanzminister Ashraf Ghani hätten noch nicht zu einer Einigung geführt, sagten US-Verantwortliche.

Demnach wurde bis spät in die Nacht hinein verhandelt. Am Samstag sprach Kerry erneut fast eineinhalb Stunden lang mit Abdullah, bevor er mit Ghani zusammenkam. Nach vorläufigen Ergebnissen ist Ghani Sieger der Stichwahl um das Präsidentenamt. Er erreichte demnach 56,4 Prozent der Stimmen, Abdullah 43,5 Prozent. Abdullah wirft Ghani und der Wahlkommission allerdings Manipulationen vor und reklamiert den Sieg für sich.

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In der ersten Wahlrunde, in der es noch andere Kandidaten gab, war Abdullah mit großem Vorsprung vorn gelegen. Eine Beschwerdekommission soll nun sämtliche Einwände gegen das vorläufige Ergebnis untersuchen. Das offizielle Resultat soll dann am 24. Juli bekannt gegeben werden.

Der erbitterte Streit um die Nachfolge des scheidenden Amtsinhabers Hamid Karzai kommt zu einem kritischen Zeitpunkt. Der künftige Staatschef soll das Land durch die ersten und voraussichtlich schwierigen Jahre nach dem Abzug der ausländischen Kampftruppen führen.

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Die NATO-geführten ISAF-Kräfte wollen ihren Abzug noch in diesem Jahr zu Ende bringen. Die Amtseinführung des neuen Staatschefs soll nach bisheriger Planung am 2. August erfolgen. Der abtretende Präsident Karzai hatte bei der Wahl nach zwei Amtszeiten nicht erneut kandidieren dürfen.


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