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Entschuldung des Immobilienkonzerns IVG kann starten

Frankfurt (APA/Reuters) - Der Sanierung des hoch verschuldeten deutschen Immobilienkonzerns IVG steht nichts mehr im Wege. Der Insolvenzplan...

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Frankfurt (APA/Reuters) - Der Sanierung des hoch verschuldeten deutschen Immobilienkonzerns IVG steht nichts mehr im Wege. Der Insolvenzplan ist rechtskräftig, wie das Unternehmen am Dienstag erklärte. Nachrangige Gläubiger und Aktionäre, die wegen ihrer Verluste Beschwerde eingelegt hatten, sind vor dem Landgericht Bonn abgeblitzt.

Jetzt wird die Gesellschaft um rund 2,2 Milliarden Euro entschuldet - indem die wichtigsten Gläubiger ihre Forderungen gegen Eigenkapital tauschen. Das soll noch im laufenden Quartal passieren, dann kann das Insolvenzverfahren wieder aufgehoben werden. Neuer Chef wird der frühere Dresdner-Bank-Vorstand Ralf Jung, der bereits seit Anfang Juli als Berater an Bord ist.

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Die IVG hatte sich mit schuldenfinanzierten Immobilienprojekten wie dem Büro- und Geschäftskomplex „The Squaire“ am Frankfurter Flughafen verhoben, die die Erwartungen nie erfüllten. Im Gegenteil: In der Finanzkrise verloren etliche Gebäude drastisch an Wert, herbe Abschreibungen und tiefrote Zahlen waren die Folge. Unter einer Schuldenlast von mehr als vier Milliarden Euro war der Konzern im Herbst schließlich in die Pleite gerutscht. Viele Hedgefonds hatten sich vor der Pleite im großen Stil in die Schulden der IVG eingekauft und übernehmen nun mit den anstehenden Kapitalmaßnahmen das Ruder.

Sie können das Unternehmen künftig auch einfacher verwerten, wenn sie das wollen. Denn der Insolvenzplan sieht eine Zerlegung der IVG in drei Teile unter einer Holding vor: die Immobilien im eigenen Bestand, das Geschäft mit Immobilienfonds für institutionelle Anleger und die Gas-Kavernen. Der langjährige IVG-Chef Wolfgang Schäfers war Mitte März abgetreten, um den Weg für die „neue“ IVG freizumachen. Das Tagesgeschäft steuerte zuletzt der Restrukturierungsexperte Hans-Joachim Ziems.

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