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Beatsteaks mit neuem Album: Entspannt, aber es kracht

Berlin/Wien (APA) - Die Musiker der Beatsteaks wirken relaxt, wie sie vom Cover ihres neuen Albums blicken, aber Sänger Arnim hält dann doch...

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Berlin/Wien (APA) - Die Musiker der Beatsteaks wirken relaxt, wie sie vom Cover ihres neuen Albums blicken, aber Sänger Arnim hält dann doch einen Baseballschläger in der Hand und schaut recht entschlossen. Das Bild drückt gut die Stimmung der schlicht „Beatsteaks“ (Warner) betitelten Platte aus: entspannt, aber es kracht. „Das haben wir uns auch gedacht“, schmunzelte Arnim beim Interview mit der APA in Wien.

Das Gruppenfoto spreche für sich: „Deswegen haben wir der Platte auch keinen Namen gegeben. Als wir sie fertig hatten, kam das Bild zustande - und da haben wir uns gedacht, das passt genau so. In allen fünf Gesichtsausdrucken spiegelt sich die Stimmung der Scheibe. Für eine Nacht hieß das Album mal ‚Nevermind‘, aber das haben wir uns dann doch nicht getraut“, erzählte der Berliner am Donnerstag, der mit seinem Bandkollegen Peter (Gitarre, Keyboard, Gesang) angereist war.

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„Beatsteaks“ folgt auf das höchst erfolgreiche „Boombox“, mit dem die Punkrocker aus der deutschen Hauptstadt die Charts eroberten. „Wir leben aber nicht in der Vergangenheit“, betonte Arnim. „Daher spürten wir auch nicht den Druck, den Erfolg unbedingt wiederholen zu müssen. Wir wollen natürlich, dass die Leute unsere Platten mögen. Aber wir wollen auch viel Spaß haben miteinander.“

„Wir denken nicht mehr an das Nummer-eins-Album ‚Boombox‘. Das haben wir schon nach einer Woche nicht mehr getan“, versicherte der Sänger. „‘Boombox‘ ist für mich mehr als ein Nummer-eins-Album, das sind drei Jahre Lebensabschnitt. Dann kommen die nächsten drei. Dann die nächsten drei.“

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Auf den Boden der Realität hat die Beatsteaks ein schwerer Unfall ihres Schlagzeugers Thomas geholt. „Das gab uns zu denken: Uns geht es sehr gut, alles läuft toll, aber es kann schnell anders sein. Was wäre gewesen, wenn er nicht mehr Schlagzeug spielen könnte? Das wäre für ihn, aber auch die gesamte Band undenkbar“, sagte Peter.

Die Reaktion auf den Unfall - ein Treppensturz, von dem sich der Drummer mittlerweile erholt hat - klingt fast trotzig. „Wir wollten ein schnelles Album machen“, berichtete Arnim. „Und wenn eine Rockband ein schnelles Album machen will, dann muss sie sehr gut vorbereitet sein, also fleißig Demos machen und dann die Studiozeit begrenzt halten. Wir haben das Album in 20 Tagen aufgenommen, zuvor aber ein halbes Jahr lang an den Songs geschrieben.“

Am 7. November gastieren die Beatsteaks im Wiener Gasometer. Neues Material wird es natürlich zu hören geben, „aber nicht nur“, versprachen die beiden Berliner. „Wir arbeiten an einer Setlist mit Liedern aus allen 20 Jahren. Es sollen Überraschungen für langjährige Fans dabei sein, aber es sollen natürlich auch die auf ihre Kosten kommen, die uns noch nicht so lange oder so gut kennen.“

Kleines Detail am Rande: Als Reaktion auf den Tod des letzten Gründungsmitglieds der Ramones, Tommy Ramone, stellten die Beatsteaks dieser Tage eine Coverversion von „I Don‘t Want To Grow Up“ online. „Wir haben einige Single-B-Seiten aufgenommen, darunter auch das Ramones-Lied. Das war also fertig, es lag nahe, es als Tribut ins Netz zu stellen. Eine großartige Band, das weiß man ja eh“, so Arnim über die New Yorker Punk-Pioniere.

(Das Interview führte Wolfgang Hauptmann/APA)

(S E R V I C E - Band im Internet: http://beatsteaks.com - Infos zum Konzert: http://go.apa.at/NM3Kxhzc)


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