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Ukraine-Krise - Australien fordert UN-Resolution zu Absturz

Canberra (APA/dpa) - Australien fordert nach dem Flugzeugabsturz in der Ukraine eine internationale Untersuchung. Das Land werde sich für ei...

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Canberra (APA/dpa) - Australien fordert nach dem Flugzeugabsturz in der Ukraine eine internationale Untersuchung. Das Land werde sich für eine bindende Resolution des Weltsicherheitsrats einsetzen, sagte Premierminister Tony Abbott am Freitag im Parlament. „Wir fordern eine umfassende unabhängige Untersuchung mit vollen Zugang zum Absturzort“, sagte Abbott.

Die Regierung zitierte den russischen Botschafter ins Außenministerium, um volle Kooperation mit den Ermittlungen zu fordern. Abbott machte Russland indirekt für die Tragödie verantwortlich. Ohne das Land beim Namen zu nennen, schloss er seine Stellungnahme mit diesen Worten: „Das Schikanieren kleiner Länder durch große, das Herumtrampeln auf Recht und Anstand, alles im Streben nach nationaler Selbstverherrlichung, und die rücksichtslose Gleichgültigkeit gegenüber Menschenleben sollten in unserer Welt keinen Platz haben.“

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Der russische Botschafter in Australien, Wladimir Morosow, bestritt nach Angaben von Außenministerin Julie Bishop eine Beteiligung der prorussischen Rebellen an dem Abschuss des Fluges MH17. Morozow habe zugesichert, dass Russland alles tue, um die Verantwortlichen zu finden, sagte Bishop. „Ich habe ihn auch gefragt, ob russische Ausrüstung wie etwa Boden-Luft-Raketen eine Rolle spielten, und er sagte, nicht, dass er wüsste.“

Unter den 298 Menschen an Bord waren 28 Australier. Alles deute auf ein Verbrechen hin, sagte Abbott, „offenbar durch von Russland unterstützte Rebellen“.

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