Entgeltliche Einschaltung

Bereits jeder 7. Arbeitslose ist über ein Jahr ohne Job

Im ersten Halbjahr legte die Arbeitslosigkeit in Tirol um 12,7 % zu. Besonders die Langzeitarbeitslosigkeit ist laut AMS ein großes Problem.

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© dpa/Oliver Berg

Innsbruck –Immer mehr Menschen in Tirol sind arbeitslos. Dieser Trend, der sich in den letzten Monaten abgezeichnet hat, spiegelt sich auch in der Halbjahresbilanz des AMS wider. Im ersten Halbjahr hat demnach die Arbeitslosigkeit im Schnitt um 12,7 % zugelegt, besonders im Tourismus (+11,3 %) und im Handel (+22,4 %). Konkret waren in Tirol inklusive Schulungsteilnehmern 26.200 Menschen ohne Job. Durchschnittlich gingen 313.646 Menschen in Tirol einer Arbeit nach, ein Plus von 0,9 % gegenüber dem Halbjahr 2013. Mit einer Arbeitslosenquote von 7,0 % liegt Tirol österreichweit an 4. Stelle hinter Oberösterreich und Salzburg mit je 5,8 %, und Vorarlberg mit 5,9 %.

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„Durch die schon länger ausbleibenden wirtschaftlichen Impulse in Tirol hat sich ein Potenzial an Arbeitslosen aufgebaut, das schwer in Arbeit gebracht werden kann“, konstatiert Sabine Platzer-Werlberger, stellvertretende Landesgeschäftsführerin des AMS Tirol. Besonders betroffen davon seien Ältere und gering Qualifizierte, während die Arbeitslosigkeit bei 15- bis 19-Jährigen zurückging.

Doch auch die Langzeitarbeitslosigkeit legte rasant zu: „Die Zahl der Neuzugänge in die Arbeitslosigkeit ist weniger das Problem als der wachsende Sockel und die Langzeitarbeitslosigkeit“, sagt sie. 1115 Personen (+53,7 %) waren laut Angaben des AMS durchschnittlich länger als ein Jahr ohne Job. Allerdings weist ein anderer Indikator des AMS deutlich drastischere Zahlen aus. Die Zahl der Langzeitbeschäftigungslosen – das sind Personen, die mit kleinen Unterbrechungen wie etwa Schulungen ebenfalls mehr als ein Jahr lang ohne Job waren – liegt nämlich deutlich höher. Konkret gab es in Tirol zuletzt im Juni 3623 Langzeitbeschäftigungslose – damit ist bereits jeder siebente Arbeitslose länger als ein Jahr ohne Arbeitsplatz.

Platzer-Werlberger ortet aber auch einige erfreuliche Signale vom Jobmarkt. „In den letzten beiden Monaten wurden dem AMS Tirol mehr Stellen zur Besetzung gemeldet, sodass wir in dieser Hinsicht im ersten Halbjahr von einer relativ stabilen Situation sprechen können“, so Tirols AMS-Vizechefin. Entspannung sei aber keine in Sicht: „Die Entwicklung am Stellenmarkt ist aber noch nicht geeignet, um den Arbeitsmarkt deutlich zu entlasten.“ (mas)

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