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Flug MH17 - Kerry: „Das ist Augenblick der Wahrheit für Putin“

Washington (APA/AFP) - US-Außenminister John Kerry hat die Europäer in mehreren TV-Talkshows aufgerufen, dem Beispiel Washingtons zu folgen ...

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Washington (APA/AFP) - US-Außenminister John Kerry hat die Europäer in mehreren TV-Talkshows aufgerufen, dem Beispiel Washingtons zu folgen und ihre Sanktionen zu verschärfen. Es wäre enorm hilfreich, wenn einige europäische Länder, die bisher „ein wenig abgeneigt“ seien, sich den USA anschlössen, sagte Kerry am Sonntag dem Sender CNN. „Das ist Augenblick der Wahrheit für Putin.“

Die Vorgänge um den mutmaßlichen Flugzeugabschuss sollten als „Weckruf“ dienen, betonte der US-Außenminister. In einem Interview des Senders ABC fügte er hinzu, dass die USA „absolut darauf vorbereitet“ seien, selbst „noch einen Schritt weiter“ zu gehen und mehr Strafmaßnahmen zu verfügen, wenn dies nötig würde.

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Es sei an der Zeit, dass Russland „Teil der Lösung und nicht länger Teil des Problems“ sei, forderte Kerry. Es gebe eine enorme Menge von Fakten, die die russische Verbindung zu den Separatisten belegten. Dazu gehörten die Ausbildung und die Versorgung der Rebellen mit Waffen.

Kerry forderte den russischen Präsidenten Wladimir Putin erneut auf, die russische Unterstützung der Separatisten zu stoppen und dafür zu sorgen, dass die Umstände des Flugzeugabsturzes uneingeschränkt untersucht werden könnten. Der Außenminister prangerte andauernde Behinderungen der Ermittlungen durch die Separatisten an, die beispielsweise Material von der Absturzstelle entfernt hätten. Es gebe auch Erkenntnisse darüber, dass betrunkene Rebellen würdelos sterbliche Überreste der Flugzeuginsassen auf Lastwagen übereinandergestapelt hätten.

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Zuvor hatten bereits die deutsche Kanzlerin Angela Merkel, der französische Präsident François Hollande und der britische Premierminister David Cameron Russland mit einer Ausweitung der EU-Sanktionen gedroht. Moskau soll Druck auf die prorussischen Kämpfer im Osten der Ukraine ausüben, teilte das Pariser Präsidialamt nach einem Telefonat der drei EU-Spitzenpolitiker mit. Sollte Russland dazu nicht „unverzüglich die nötigen Maßnahmen ergreifen“, werde dies beim EU-Außenministerrat am Dienstag Konsequenzen haben. Bisher hat die EU Sanktionen gegen Einzelpersonen und Unternehmen verhängt, aber nicht gegen ganze russische Wirtschaftszweige.


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