Börse Frankfurt im Frühhandel freundlich

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt ist am Montag den Übersee-Börsen gefolgt und hat zugelegt. Im Frühhandel legte de...

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt ist am Montag den Übersee-Börsen gefolgt und hat zugelegt. Im Frühhandel legte der DAX um 1,40 Prozent auf 9135,63 Punkte zu und stoppte damit vorerst seine inzwischen seit rund fünf Wochen andauernde Talfahrt. Der MDAX gewann 1,88 Prozent auf 15.584,82 Punkte und der TecDAX stieg um 2,02 Prozent auf 1.178,82 Punkte. Für den Euro-Stoxx-50 ging es um 1,21 Prozent nach oben.

Am Freitag hatte bereits die Wall Street mit Erleichterung auf Anzeichen reagiert, dass sich die Lage in den politischen Krisenherden Ukraine und Naher Osten etwas beruhigen könnte. An diesem Morgen folgten die asiatischen Börsen, sodass sie zusammen mit den US-Börsen die Vorlage für den hiesigen Markt lieferten. Politische Unruhen hatten die Risikobereitschaft der Anleger zuletzt deutlich gedämpft. Seit Anfang Juli verlor der DAX rund 1.000 Punkte und hatte am Freitag den tiefsten Stand seit Oktober 2013 erreicht.

Am Markt legten vor allem jene Papiere zu, die in der vergangenen Zeit besonders stark unter Kurseinbußen gelitten hatten. Die Aktien von BASF, Continental, Daimler und BMW etwa verbuchten an der DAX-Spitze Kursgewinne von jeweils rund zwei Prozent. Die Lufthansa-Titel gewannen 1,64 Prozent. Am frühen Nachmittag wird die Fluggesellschaft Verkehrszahlen für den Monat Juli bekannt geben. RWE und Deutsche Telekom hingegen bewegten sich mit jeweils plus 0,09 Prozent am Index-Ende kaum vom Fleck.

Im TecDAX brachen die Anteilsscheine des IT-Dienstleisters und Netzbetreibers QSC nach vorgelegtem Quartalsbericht um rund zehn Prozent ein. QSC fuhr wegen einer enttäuschenden Entwicklung im erklärten Wachstumsbereich mit Informations- und Kommunikationstechnik im abgelaufenen Jahresviertel einen Verlust ein und senkte die Jahresprognosen. Nun soll ein Programm zur Effizienzsteigerung gestartet werden.

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Wie erwartet legte der Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger Berger nach dem abrupten Abgang von Vorstandschef Roland Koch eine schwache Halbjahresbilanz vor. Der Aktie konnte dies daher nichts mehr anhaben. Sie setzte zur Erholung an und stieg im MDAX als Favorit um fünf Prozent. Seit Bilfinger Ende Juni eine erste Gewinnwarnung veröffentlicht hatte und bald darauf eine zweite folgte, hat das Papier allerdings auch fast 40 Prozent eingebüßt.

Im SDAX sprangen die Titel von C.A.T. Oil um nahezu elf Prozent hoch und profitierten von erneut bekräftigten Jahreszielen. Wegen der großen Unsicherheit im Zuge der Ukraine-Krise und der möglichen Folgen war der Aktienkurs des Dienstleisters im Erdgas- und Erdölfördergeschäft in den vergangenen Wochen deutlich nach unten gegangen.

~ ISIN DE0008469008 ~ APA137 2014-08-11/10:36


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