Frauen studieren erfolgreicher als Männer

Es beginnen nicht nur mehr Frauen als Männer zu studieren, es schließen auch deutlich mehr Frauen ihr Studium ab. Das zeigen die Zahlen des Studienjahres 2012/2013.

Wien – Frauen sind an den Universitäten nicht nur bei der Zahl der Studienanfänger und der Absolventen in der Überzahl – sie studieren auch wesentlich erfolgreicher als Männer. Das zeigt ein Blick auf die sogenannte Studienabschlussquote in den Uni-Wissensbilanzen: Diese lag bei Frauen im Studienjahr 2012/13 bei 50,5 Prozent, bei Männern dagegen bei nur 43,7 Prozent (Gesamt: 47,5 Prozent).

Die Studienabschlussquote stellt den Anteil der erfolgreich abgeschlossenen fachgleichen Studien an allen beendeten, also auch abgebrochenen, Studien dar. Abbrüche in den ersten beiden Semestern werden nicht einbezogen. Diese Kenngröße hat die sogenannte „Erfolgsquote“ der Studenten abgelöst und bezieht sich nicht auf den jeweiligen Studenten, sondern auf dessen Studien.

Zehn Prozent mehr Studentinnen erfolgreich

An den drei größten Unis Österreichs liegt die Erfolgsquote der Studentinnen um jeweils rund zehn Prozentpunkte über jener der Studenten (Uni Wien: 51,5 gegenüber 41,2 Prozent; Uni Graz: 43 gegenüber 34,5 Prozent; Uni Innsbruck: 54,9 gegenüber 47,3 Prozent). Auch an den meisten anderen Unis sind Geschlechter-Unterschiede zwischen fünf und zehn Prozentpunkten an der Tagesordnung. Den höchsten Gender Gap gibt es an der Musik-Uni Wien, wo die Frauenabschlussquote bei 70,4 Prozent und jene der Männer nur bei 49,5 Prozent liegt.

Es gibt allerdings auch Ausnahmen: An der Wirtschaftsuniversität (WU), der Technischen Universität (TU) Wien, der Medizin-Uni Innsbruck und der Montanuni Leoben sind die Erfolgsquoten der Geschlechter gleich hoch, an der Uni Linz sind Männer sogar etwas erfolgreicher.

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Höchste Abschlussquoten bei Studien mit Aufnahmetest

Nach Unis betrachtet verzeichnen erwartungsgemäß jene Hochschulen die höchsten Abschlussquoten, an denen Zugangsbeschränkungen bestehen: Die Medizin-Uni Wien kommt (Männer und Frauen zusammen) auf 81 Prozent, das Mozarteum auf 72 Prozent, die Veterinärmedizinische Universität auf 71,5 Prozent und die beiden Medizin-Unis in Graz und Innsbruck auf je 68 Prozent. Die Unis Wien, Innsbruck Salzburg und Klagenfurt sowie die TU Graz liegen um die 50-Prozent-Marke. Die niedrigsten Abschlussquoten verzeichnen die Uni Linz (36 Prozent), die Uni Graz (40 Prozent), die Montanuni Leoben und die TU Wien (je 41 Prozent) und die WU (45 Prozent). (APA/tt.com)


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