Irak-Kämpfe - Grüner Abgeordneter Reimon: Yeziden rasch helfen

Bagdad/Wien (APA) - Der Grüne EU-Abgeordnete Michel Reimon, der sich derzeit in Erbil im Nordirak aufhält, spricht sich für eine rasche Hilf...

Bagdad/Wien (APA) - Der Grüne EU-Abgeordnete Michel Reimon, der sich derzeit in Erbil im Nordirak aufhält, spricht sich für eine rasche Hilfe für die von den sunnitischen Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) bedrohten Yeziden aus. Die Hilfe für die in einer nordirakischen Bergregion ausharrenden Yeziden „muß in den nächsten Tagen kommen“, so Reimon am Montag im Ö1-Mittagsjournal.

Die Zehntausenden Angehörigen dieser kurdischen Minderheit seien bei 45 Grad Hitze vom Verdursten bedroht. Innerhalb des Irak seien insgesamt rund eine Million Menschen vertrieben und es gebe keine Infrastruktur sie zu versorgen, so Reimon. „Hundertausende Menschen leben auf der Straße von der Hand in den Mund“.

Auch eine Flucht in das Bürgerkriegsland Syrien bedeute für diese Vertriebenen keine Rettung. Man müsse der IS Einhalt gebieten und „mit aller Härte gegen sie vorgehen“, sagte der grüne Abgeordnete. Reimon sieht wegen der akuten Bedrohung durch die IS nun innerhalb des Irak eine größere Bereitschaft der Politiker aller Volksgruppen zur Zusammenarbeit.

Auch Senol Akkilic, Landtagsabgeordneter der Grünen in Wien, der Reimon bei seiner Reise in den Irak begleitet hat, forderte am Montag in einer Aussendung, „die IS zu schwächen und zu entwaffnen, um den Genozid an den Yeziden, einem der ältesten Völker in der Region, zu verhindern.“ Weder die irakische Regierung noch die christlichen und kurdischen Kräfte „sind in der Lage, diese allein zu bewerkstelligen“, so Akkilic. Er rief die österreichische Regierung auf, „rasch humanitäre Hilfe auf die Beine zu stellen und sich dafür einzusetzen, dass die internationale Staatengemeinschaft mehr für den Schutz der Menschen in der Region tut.“

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