Casting-Stress und Käfig-Hetz

Der Wahl-Tiroler Paulo Alberto dos Santos steht in Köln im Finale der Castingshow „Got to Dance“ und in Telfs auf der Bühne von „Ein Käfig voller Narren“.

© ProSieben/Sat.1

Von Christiane Fasching

Innsbruck –Paulo Alberto dos Santos ist gerade unheimlich nervös und ziemlich gestresst. Grenzenlos glücklich ist er obendrein. Nicht obwohl, sondern weil die vergangenen Wochen zu den turbulentesten seines Lebens zählten. Der gebürtige Brasilianer, den es vor vier Jahren der Liebe wegen nach Tirol verschlagen hat, steht mit seiner Tanzpartnerin Marie-Sophie Kreissl im Finale der TV-Castingshow „Got to Dance“, bei der es am Donnerstag satte 100.000 Euro zu gewinnen gibt.

Kein Wunder, dass der Bewegungskünstler da ein wenig aus dem Häuschen ist. Schließlich ist die Show, die abwechselnd auf ProSieben und Sat.1 ausgestrahlt wird, ein Publikumsmagnet und der 29-Jährige ob seines Temperaments ein Kandidat, den man nicht so schnell vergisst. In die Favoritenrolle will er sich aber nicht drängen lassen. Lieber feilt er mit Marie-Sophie an der entscheidenden Choreographie, bei der Latino-Beats mit Jazz-Klängen vereint werden. Mehr will und kann er zum Final-Auftritt nicht verraten. Fakt ist aber, dass er allein zur Show nach Köln anreisen wird. Seine Frau Esther, die ihn dazu überredete, bei „Got to Dance“ mitzumachen, bleibt daheim in Hall, um sich um Adrian, den jüngsten Familienzuwachs, zu kümmern, der erst vor wenigen Tagen zur Welt gekommen ist. Womit wir also beim grenzenlosen Glück gelandet wären, das den nunmehr zweifachen Vater beseelt lächeln lässt. Aber auch nichts am Dauerstress ändert, der ihn umgibt. Schließlich wirbelt der Wahl-Tiroler nicht nur über die Bühne einer TV-Show, sondern auch über die Bretter der Tiroler Volksschauspiele Telfs. In „Ein Käfig voller Narren“ schlüpft er in die Klamotten eines lasziven und langbeinigen Showgirls – und tanzt sich auch hier die Seele aus dem Leib. Am Donnerstag ist in Telfs aber glücklicherweise spielfrei, erst am Samstag ist er wieder im taktvollen Einsatz. Dann womöglich als Gewinner von „Got to Dance“.

Ernsthaft über einen Sieg will er aber noch nicht nachdenken. „Das liegt nicht in unserer Hand“, sagt er – und wünscht sich was. Nämlich die Unterstützung der Tiroler Bevölkerung, die fleißig für ihn anrufen möge. Den Hauptgewinn würde er übrigens in ein Geschäft für Tanzmode und Tanzschuhe investieren. Und in seine Familie natürlich.


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