„Potenzial von Kunst und Kultur ausschöpfen“

Innsbruck – Abgesehen von den hochkarätig bestückten Ausstellungen, die Gottfried Schmidt am Rande des Europäischen Forum Alpbach alljährlic...

© Lukas Hueller

Innsbruck –Abgesehen von den hochkarätig bestückten Ausstellungen, die Gottfried Schmidt am Rande des Europäischen Forum Alpbach alljährlich in seiner Reither Galerie präsentiert (zuletzt etwa Markus Lüpertz, Günther Brus und Arnulf Rainer), ist die Kultur im „Dorf der Denker“ mit den Jahren zusehends zum Stiefkind verkümmert. Ein Umstand, der sich in Zukunft wieder ändern soll, wie es beim Forum Alpbach heißt – und sich in Ansätzen bereit­s heuer zeigt. Zentrum des Kunst-Schauens bleibt freilich Schmidts Galerie, wo man sich ab 28. August dem Lebenswerk von Christo und Jeanne-Claude widmet. Der aus Bulgarie­n stammende, weltbekannte Verhüllungskünstler selbst wird am 28. August zudem einen Vortrag über „Two Works in Progress“ im Congress Centrum Alpbach halten.

„Wir wollen das kreative und kritische Potenzial von Kunst und Kultur verstärkt ausschöpfen. Künstlerinnen und Künstler sollen künftig aktiv an den Gesprächen teilnehmen“, sagt Monika Sommer-­Sieghardt, gerade erst eigens zu diesem Zweck installierte Leiterin des Kulturprogramms beim Forum Alpbach. Das heuer auch einen Abend in memoriam Fritz Molden, 2014 verstorbener Wegbereiter des Europäischen Forums Alpbach, beinhaltet: Am 16. August (19.30 Uhr) erinnern sich u. a. Gerd Bacher, Cecily Corti, Karel Schwarzenberg und Oscar Bronner an den schon als Jugendlicher im Widerstand gegen das NS-Regime engagierten, späteren Diplomaten, Journalisten und Verleger Molden. Als „Handreichung an die Region“, so Sommer-Sieghardt, gibt es während des diesjährigen Forums außerdem auch offene Ateliers bei vor Ort lebenden Künstlern, nämlich Hubert Flörl, Lois Hechenblaikner und Georg Margreiter (19., 20. und 22. August).

Inhaltlich eng mit den Inhalten der politischen Gespräche – nämlich Kriege und daraus entstehende Flüchtlingsproblematiken –, aber auch mit dem 25. Jubiläum der UN-Kinderrechte, soll eine weitere Ausstellung im Congress Centrum verknüpft sein: Gezeigt werden Werke aus den Projekten „Let the Children play“ und „The Children’s Play” des österreichischen Fotografen Lukas Hüller in Zusammen­arbeit mit dem Künstler Hanne­s Seebacher (Eröffnung am 14. August, 18 Uhr). (jel)


Kommentieren


Schlagworte