Ukraine-Krise: Rotes Kreuz will Hilfsmission in der Ostukraine leiten

Genf (APA/dpa) - Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) ist bereit, die Federführung bei der geplanten Hilfsaktion für die Zivilb...

Genf (APA/dpa) - Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) ist bereit, die Federführung bei der geplanten Hilfsaktion für die Zivilbevölkerung in der Ostukraine zu übernehmen. Nach Absprache mit russischen und ukrainischen Behörden könne das Rote Kreuz den Menschen in der umkämpften Region bald Hilfe leisten, teilte die Organisation am Montag in Genf mit.

Vereinbart wurde demnach mit den Konfliktparteien, dass das IKRK seinen Grundsätzen entsprechend unabhängig und unparteiisch helfe, hieß es weiter.

Das Komitee forderte, alle Seiten müssten die Hilfsmission unterstützen und insbesondere die Sicherheit der Helfer gewährleisten, da das Rote Kreuz grundsätzlich keinen militärischen Schutz für seine Konvois akzeptiere.

Die Lage in Lugansk und anderen Gebieten in der Ostukraine sei ernst, sagte der zuständige IKRK-Leiter, Laurent Corbaz. „Berichten zufolge sind Tausende ohne Wasser, Strom und medizinische Versorgung.“

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Das Rote Kreuz reagiere auf die jüngste Forderung Russlands nach einer humanitären Mission, hieß es weiter. Die Details des Einsatzes müssten jedoch noch geklärt werden.

Zuvor hatte am Montag der ukrainische Präsident Petro Poroschenko einer solchen Mission zugestimmt. Beteiligt ist demnach auch die EU.


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