Irak-Kämpfe - Obama begrüßt Nominierung al-Abadis zum Regierungschef

Bagdad (APA/dpa) - US-Präsident Back Obama hat sich im Machtkampf im Irak hinter den designierten Ministerpräsidenten Haidar al-Abadi gestel...

Bagdad (APA/dpa) - US-Präsident Back Obama hat sich im Machtkampf im Irak hinter den designierten Ministerpräsidenten Haidar al-Abadi gestellt. Dessen Nominierung sei „ein hoffnungsvoller Schritt“, sagte Obama am Montag nach einem Telefonat mit dem Politiker. Amtsinhaber Nuri al-Maliki, der sich weigert, sein Amt abzugeben, erwähnte Obama dagegen mit keinem Wort.

Jetzt komme es darauf an, eine geeinte Regierung zu bilden, die alle Volksgruppen berücksichtige, erklärte der US-Präsident. Erneut betonte Obama, dass es im Irak keine militärische Lösung gebe. Ihm sei aber auch bewusst, dass es nicht leicht sei. „Ich bin sicher, dass es noch schwierige Tage bevorstehen“, sagte er mit Blick auf die politische Zukunft in Bagdad. Obama sprach von seinem Urlaubort Martha‘s Vineyard an der Atlantikküste Neu-Englands.

Staatschef Fuad Masoum hatte den schiitischen Politiker Al-Abadi gegen den Willen Al-Malikis mit der Regierungsbildung beauftragt. Beide gehören derselben Partei an. Al-Maliki möchte selbst für eine weitere Amtsperiode wiedergewählt werden. Er hatte am Sonntagabend Sicherheitskräfte an wichtigen Stellen in Bagdad positionieren lassen, um seinen Machtanspruch zu untermauern.


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