Ex-Kiss-Gitarrist Ace Frehley hebt ab: Neues Album „Space Invaders“

Wien/New York (APA) - Der langjährige Kiss-Gitarrist Ace Frehley will es noch einmal wissen: Nachdem seine frühere Band derzeit bei Tourneen...

Wien/New York (APA) - Der langjährige Kiss-Gitarrist Ace Frehley will es noch einmal wissen: Nachdem seine frühere Band derzeit bei Tourneen groß abräumt und der jüngere Tommy Thayer dabei die Rolle und das Kostüm von Frehley übernommen hat, bringt der 65-Jährige am Ende dieser Woche ein neues Solo-Album heraus. Den Sound von „Space Invaders“ (MFG) darf man über weite Strecken als „klassisch Kiss“ bezeichnen.

Ace hat in der Vergangenheit wiederholt seinen Unmut darüber geäußert, dass bei Kiss ein anderer Musiker in seiner Maske und seinem Kostüm auftritt. Als die New Yorker Formation im Frühjahr in die „Rock and Roll Hall of Fame“ aufgenommen wurde, waren zwar die beiden Ex-Gründungsmitglieder Frehley und Peter Criss (Drums) dabei, zu einem gemeinsamen Auftritt mit Paul Stanley (Gesang, Gitarre) und Gene Simmons (Bass, Gesang) kam es nicht - die beiden Kiss-“Chefs“ hatten das vehement verweigert.

„Space Invaders“ ist besser als der Vorgänger „Anomaly“, erinnert an die Solo-Platte des Musikers von 1978 (als alle Kiss-Mitglieder zeitgleich eine solche herausbrachten) und einige Songs - wie das fulminante Titelstück, das banale wie amüsante „Toys“ oder das locker-flockige „Gimme A Feeling“ (die erste Single) - hätten „Monster“, dem bisher letzten Studiowerk von Kiss, ganz gut getan. Und weil es so retro klingt, steuerte Ken Kelly das Cover bei. Der Zeichner war für die Gestaltung der Verpackung der beiden beliebten Kiss-Alben „Love Gun“ und „Destroyer“ verantwortlich.

Unterdessen bringt der Verlag Hannibal die Biografie „Hinter der Maske“ von Paul Stanley in der deutschen Übersetzung in den Handel. Stanley schildert zwar auch die Geschichte von Kiss aus seiner Sicht, er spart aber nicht seine Schwächen und die „Dunkle Seite“ des Showgeschäftes aus. So beschreibt der Amerikaner sein langes psychisches Leiden, bedingt durch ein deformiertes Ohr, das ihm trotz Ruhmes über Jahre begleitete, und die Streitereien innerhalb der Gruppe. „Hinter der Maske“ wurde im englischen Sprachraum ein großer Erfolg, vermutlich weil es dem Autor gelang, sowohl eingefleischte wie Nicht-Fans zu unterhalten.

Abgeschlossen wurde inzwischen die Neuveröffentlichung sämtlicher Kiss-Platten auf Vinyl in Originalaufmachung (inklusive der damaligen Poster und Sticker). Passend zum Frehley-Comeback waren in der letzten Tranche auch die Solo-Alben enthalten.

(S E R V I C E - „Hinter der Maske“, Paul Stanley, Hardcover, 496 Seiten, 30,80 Euro, auch als E-Book erhältlich; „Space Invaders“ von Ace Frehley erscheint als CD, als Deluxe-CD mit Bonus-Tracks und als Doppel-Vinyl mit Bonustracks)


Kommentieren