Vorarlberg-Wahl: Frequently Asked Questions (FAQ) 2

Wien/Bregenz (APA) - WÄHLEN AUßERHALB...

Wien/Bregenz (APA) - WÄHLEN AUßERHALB

Ich mache am Wahlsonntag einen Ausflug, kann ich meine Stimme auch in einem anderen Wahllokal abgeben?

Ja, aber nur in Vorarlberg - dort aber in allen Wahllokalen. Dafür brauchen Sie aber ein Wahlkarte.

Ich bin am Wahlsonntag in einem anderen Bundesland. Kann ich meine Stimme auch per Briefwahl abgeben?

Ja, das dürfen Sie - und zwar, sobald Sie eine Wahlkarte haben. Achtung: Das Kuvert muss rechtzeitig aufgegeben werden und bis zum Wahlsonntag bei den Behörden ankommen. Das gilt auch für Briefwähler im Ausland. Und: Das Porto trägt in allen Fällen das Land Vorarlberg.

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Ich bin am Wahlsonntag im Ausland bzw. ich lebe im Ausland, kann ich trotzdem wählen?

Ja, und zwar mittels Briefwahl. Dafür brauchen Sie eine Wahlkarte. Damit können Sie Ihre Stimme schon vor dem Wahlsonntag abschicken, entweder vor der Abreise aus Österreich oder aber von ihrem ausländischen Aufenthaltsort aus. Auch hier gilt: Obacht auf die Zustellfristen!

Ich hab meine Wahlkarte verloren - wo bekomme ich eine neue?

Nirgends. Die Ausstellung von Duplikaten für abhandengekommene Wahlkarten ist gesetzlich verboten - damit ein Wähler nicht zwei Stimmen abgeben kann. Nur für unbrauchbar gewordene Wahlkarten, die noch nicht zugeklebt und bei denen die eidesstattliche Erklärung noch nicht unterschrieben wurde, kann die Gemeinde ein Duplikat ausstellen, Sie müssen aber die „alte“ Wahlkarte abgeben.

NACH DER WAHL

Wo findet die Auszählung der Stimmen statt und darf man dabei zuschauen?

Nein, bei der Auszählung im Wahllokal dürfen die Wähler nicht zuschauen. Das Landtagswahlgesetz schreibt vor, dass für die Auszählung das Wahllokal geschlossen werden muss. Nur die Mitglieder der Wahlbehörde, ihre Hilfsorgane und die Wahlzeugen der Parteien dürfen drinnenbleiben.

Wann kann man die ersten Ergebnisse erfahren?

Die letzten Wahllokale schließen um 13.00 Uhr. Ab diesem Zeitpunkt dürfen bereits ausgezählte Ergebnisse veröffentlicht werden. Da viele kleinere Wahllokale schon vorher zumachen, werden um 13.00 Uhr schon ein paar Ergebnisse vorliegen.

Was ist der Unterschied zwischen „Ergebnis“, „Trend“ und „Hochrechnung“?

Das Ergebnis ist die - ausgezählte - Zahl der Stimmen (und damit auch der Stimmenanteil in Prozent) in der Gemeinde bzw. landesweit. Zählt man mehrere Ergebnisse einzelner Gemeinden (oder Bezirke) zusammen, kann man im Vergleich mit der vorigen Wahl den „Trend“ ablesen. Der lässt aber - vor allem wenn noch nicht viele Gemeinden ausgezählt sind - kaum Rückschlüsse auf das Gesamtergebnis zu, weil z.B. regionale Unterschiede nicht berücksichtigt sind. Hochrechnungen versuchen genau das - das Endergebnis aus einigen wenigen vorliegenden Ergebnissen mittels komplexer Rechenmodelle vorwegzunehmen.

Wozu sind die Vorzugsstimmen gut?

Damit können die Wähler mitentscheiden, welche Personen in den Landtag einziehen. Zuerst werden die Mandate - nach dem Wahlergebnis - auf die Parteien verteilt. Dann werden sie innerhalb der Partei den einzelnen Kandidaten zugeteilt. Hier kommen die Vorzugsstimmen ins Spiel: Wer viele davon (24 Prozent der Parteisumme im Wahlbezirk) bekommen hat, kommt als Erster zum Zug. Aber auch bei den anderen Kandidaten spielen Vorzugsstimmen noch eine Rolle: An sie werden die Mandate nach „Wahlpunkten“ verteilt, die sich aus dem Listenplatz und den Vorzugspunkten (32 pro Vorzugsstimme) zusammensetzen.

Wann steht das endgültige Ergebnis fest?

Erst am Dienstag nach der Wahl. Denn am Sonntag wird zwar schon der größte Teil der Briefwahl-Stimmen ausgezählt. Aber am Dienstag muss noch der Rest (etwa zehn Prozent) sowie die in „fremden“ Wahllokalen abgegebenen Wahlkarten ausgewertet werden. Amtlich wird das Endergebnis mit der Sitzung der Wahlbehörde am Freitag.

Was ist die „Fünf-Prozent-Hürde“?

Nur Parteien, die mindestens fünf Prozent landesweit oder ein Grundmandat in einem der vier Wahlkreise erobert haben, ziehen in den Landtag ein.


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