Deutsche Regierung erwartet eine Konjunkturdelle

Berlin (APA/Reuters) - Die deutsche Regierung rechnet wegen der Ukraine-Krise mit einer Konjunkturdelle. „Nach dem starken ersten Quartal ko...

Berlin (APA/Reuters) - Die deutsche Regierung rechnet wegen der Ukraine-Krise mit einer Konjunkturdelle. „Nach dem starken ersten Quartal kommt es zu einer Abschwächung im zweiten Quartal“, schreibt das deutsche Wirtschaftsministerium in seinem am Dienstag veröffentlichten Monatsbericht.

Grund dafür sei zum einen die schwächer als erwartet ausfallende Erholung im Euroraum, zum anderen geopolitische Spannungen: „Insbesondere der Russland-Ukraine-Konflikt, aber auch die Entwicklungen im Nahen Osten führten zu einer zunehmenden Verunsicherung der Marktteilnehmer und damit auch zur Zurückhaltung bei unternehmerischen Entscheidungen.“ Die positive Grundtendenz in der deutschen Wirtschaft sei zwar nach wie vor intakt, doch hätten sich die Risiken von außen „fraglos erhöht“.

Von Reuters befragte Ökonomen erwarten für das zweite Quartal lediglich eine Stagnation. Eine erste Schätzung veröffentlicht das Statistische Bundesamt an diesem Donnerstag. Zu Jahresbeginn war Europas größte Volkswirtschaft noch um 0,8 Prozent gewachsen, wozu auch der ungewöhnlich milde Winter beitrug.


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