„Mein Traum heißt Medaille“

Die vier Tiroler bei den Olympic Youth Games in Nanjing, Teil 1: Lea Zeitler (Golf).

Golfhoffnung Lea Zeitler (in Aktion und auf dem Gruppenbild die Zweite von rechts) hat sich in Nanjing bereits gut akklimatisiert.Fotos: gepa/Steiner, ÖOC

Von Max Ischia

Innsbruck, Nanjing –Innsbruck – Zürich – Shanghai. Und schließlich noch vier Stunden im Bus nach Nanjing. Die knapp 24-stündige Anreise zu den Olympischen Jugendspielen (YOG) steckt­e Lea Zeitler gestern noch ein wenig in den Knochen, ihre­r überbordenden Begeisterung konnte dies freilich nichts anhaben. Die ersten Eindrück­e von der chinesischen Millionenmetropole (5,4 Mio. Einwohner) waren schlichtweg überwältigend. „Einfach ein Wahnsinn, vor allem das olympische Dorf ist der Hammer“, meldete sich Tirols Golfhoffnung mit euphorischem Zungenschlag in der TT-Redaktion.

Den Golfplatz habe sie noch nicht zu Gesicht bekommen, „erst am Donnerstag, heute werde ich noch ein bisserl Fitness machen und regenerieren“. Das erste offizielle Training im Nanjing Zhongshan Golf Club steht ohnedies erst am Sonntag an, ehe sich Zeitle­r ab Dienstag mit der Weltelite der 16- bis 18-Jährige­n misst.

Nachdem sie zuletzt bei ihrem ersten EM-Antreten in der allgemeinen Klasse mit Platz 25 überzeugen konnt­e, hält die 16-Jährige vom GC Mieming vor ihrem ersten Antreten im Zeichen der fünf Ringe nichts von falscher Bescheidenheit. „Wenn alles zusammenpasst, ist eine Medaille möglich. Ich versuche einfach, locker zu bleiben.“

Die Leseratte ist mit reichlich Büchern nach China gereist. Derzeit vergräbt sie sich in das Finale von Amy Plums Fantasie-Trilogie „Von den Sternen geküsst“. Wenn das kein Motto ist.


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