Anschläge beim Heer: Prozess gegen Unteroffizier in Wels

Wels (APA) - Nach Anschlägen beim Bundesheer in Oberösterreich muss sich ein 40-jähriger Unteroffizier am 21. August vor dem Landesgericht W...

Wels (APA) - Nach Anschlägen beim Bundesheer in Oberösterreich muss sich ein 40-jähriger Unteroffizier am 21. August vor dem Landesgericht Wels verantworten. Ihm werden zwei Brandstiftungen, 13 schwere Sachbeschädigungen und gefährliche Drohung vorgeworfen, berichtete die Tageszeitung „Österreich“ am Dienstag. Dem Angeklagten in dem Schöffenprozess drohen zehn Jahre Haft.

Die Behörden hatten sich in dem Fall jahrelang bedeckt gehalten. 2007 begann die Serie: In Eferding wurde mit einem Molotow-Cocktail das Dienstauto eines Kommandanten in Brand gesteckt. 2010 gingen in Wels zehn Truppen-Lkw in Flammen auf, zwei Jahre später brannten in Hörsching (Bezirk Linz-Land) sieben Heeresfahrzeuge.

Zudem wurden bis zum Frühjahr 2012 immer wieder kleinere Feuer gelegt, es kam zu Schmieraktionen und Sabotage-Akten. Das Motiv laut Zeitungsbericht: politisch, in einem Bekennerschreiben sei gegen die Heeresreform protestiert worden.


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