Eine Runde um Österreich

2200 Kilometer, 28.000 Höhenmeter – mit Rennrädern umkurven etliche Extremradfahrer Österreich. Ein Promi-Team will nicht nur dabei sein, sondern vorne mitmischen.

Von Florian Madl und Sabine Hochschwarzer

Innsbruck –Hochbetrieb herrschte gestern im beschaulichen St. Georgen/Attergau, Start- und Zielort des Race around Austria. Es surrte an allen Ecken, die 170 Teilnehmer des Extremrennens wollten sich noch einmal der Funktionstüchtigkeit ihrer Rennräder versichern. Das Szenario mutete professionell an, wenn der Veranstalter das Nonstop-Rennen über 2200 Kilometer und 28.000 Höhenmeter mit vielen Alpenpässen des Westens auch lieber als Breitensportveranstaltung apostrophiert. Die Sieger bekommen Trophäen und daneben attraktive Sachpreise. „Ankommen in brauchbarem Zustand“, nannte der Tiroler Extremskifahrer Axel Naglich, Mitglied des Prominententeams mit Ex-Biathlet Christoph Sumann, Ex-Skispringer Andreas Goldberger und Snowboarder Benjamin Karl, die Devise. Um den Sieg mische man nicht mit.

Die Ansage kann Snowboard-Weltmeister Karl so nicht stehen lassen: „Ich bin ein hoffnungsloser Ehrgeizling“, gesteht der Schwiegersohn von Dolomitenmann-Initiator Werner Grissmann. Der Aufwand des Red-Bull-Teams unterstreicht diese Aussage: Das Promi-Team, eines von 17 Vierer-Mannschaften, umfasse mittlerweile 20 Personen, angefangen vom Teamchef über Mechaniker und Physiotherapeuten bis hin zum Koch. Karl: „Für eine Hobby-Truppe ist das schon ziemlich groß.“

Selbst eine Rennstrategie hat man sich zurechtgelegt, dafür wird das Quartett in zwei Duette aufgeteilt: jeweils 40 Minuten will jeder Fahrer im Wechsel mit einem anderen unterwegs sein, nach drei Wechselvorgängen kommen die anderen beiden Fahrer zum Zug. Das halte das Niveau bei einem Schnitt von knapp über 30 km/h am höchsten. Zwischen 66 und 70 Stunden wolle man unterwegs sein.

Noch mehr Einsatz erfordert das Rennen der Solofahrer. Mit dem Steirer Christoph Strasser steht der dreifache Sieger des Race Across America (Rekordzeit) am Start, der Steirer gibt den Sieg als Vorgabe aus. Ambitioniert tritt auch der Ötztaler Patric Grüner in die Pedale. Zuletzt gewann der 28-Jährige zwei Rennen (Bergkastel Trophy, Bad Griesbach/jeweils Mountainbike), das stellt auch für diese Herausforderung die nötige Moralinjektion dar. Erhoffte Zielzeit: rund um 100 Stunden.

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