Mit 1000 PS über die Landebahn

Das Viertelmeilenrennen am Flugplatz Nikolsdorf ist das einzige seiner Art in Österreich. Heuer rasen 70 Teilnehmer zum vierten Mal mit ihren Boliden um den Sieg, Glanzstück ist ein Auto der Nascar-Serie.

© Red Bull/Philipp Platzer

Von Catharina Oblasser

Nikolsdorf –Exakt 402,34 Meter sind es, die am 15. August in Nikolsdorf über Triumph oder Frust entscheiden. Das ist nämlich die Länge einer Viertelmeile, die dem Viertelmeilenrennen seinen Namen gibt. In den USA sehr beliebt, gibt es diesen Wettbewerb seit 2011 auch in Österreich, und zwar in Nikolsdorf. „Unser Rennen ist das einzige offizielle seiner Art“, weiß Manfred Schreier vom Motorsportclub Dölsach, der den Bewerb veranstaltet.

Heuer geht die Osttiroler Viertelmeile zum vierten Mal über die Bühne, und mittlerweile hat sich die PS-starke Veranstaltung bei den Fans herumgesprochen. „Es nehmen Fahrer aus Österreich, Italien, Deutschland und Belgien teil“, erklärt Schreier. Für die zwei bis drei mitfahrenden Damen wird es eine eigene Wertung geben. „Aus Zeitgründen müssen wir die Teilnehmerzahl auf 70 begrenzen, obwohl die Nachfrage größer wäre“, so der Organisator. Denn jeder Rennfahrer startet separat auf der Landebahn des Nikolsdorfer Flugplatzes, und das in mehreren Durchgängen.

Besonders stolz ist der Motorsportclub auf das heurige Aushängeschild des Bewerbs. Red Bull wird ein Auto der amerikanischen Nascar-Serie an den Start schicken. „Nascar“ ist die Bezeichnung eines US-amerikanischen Motorsportverbandes, der extrem populäre Rennen mit einem charakteristischen Fahrzeugtyp veranstaltet. In Nikolsdorf wird der ehemalige Formel-1-Fahrer Patrick Friesacher am Steuer des Nascar-Autos sitzen.

Trotz dieses hochkarätigen Teilnehmers ist der Sieg noch lange nicht ausgemachte Sache, es bleibt spannend. Dafür sorgt schon die große Konkurrenz, der sich Friesacher stellen muss. „Wir erwarten beim Rennen zwei Lambor­ghini Aventador“, sagt Schreier. „Ein solches Auto hat 780 PS.“ Auch ein McLaren-Mercedes wird das Teilnehmerfeld kräftig aufmischen, und ein Nissan GTR mit annähernd 1000 PS ist ebenfalls dabei. Die rasanten Boliden können auf der Nikolsdorfer Landebahn durchaus Geschwindigkeiten von 240 bis 250 Stundenkilometern erreichen.

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Voriges Jahr schaffte Sieger Hermann Wally mit 10,0 Sekunden das beste Resultat aller Zeiten. Heuer könnte dieser Rekord eingestellt werden, glaubt Schreier. Er rechnet mit mehr als 5000 Zuschauern.

Wer die leistungsstarken Renner genauer unter die Lupe nehmen will, hat bereits am 14. August ab 19 Uhr in Lienz dazu die Gelegenheit. Im Rahmen des Moonlight Shopping sind etliche Fahrzeuge bei der Warm-up-Party am Hauptplatz zu sehen.


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