S&P senkt Länder, Tirol hält Top-Note

Die Bewertungen für Wien, Niederösterreich, die Steiermark und das Burgenland wurden gesenkt. Das Rating für Tirol bleibt stabil.

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Wien –Die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) hat die Bestnoten für Tirol bestätigt. Demnach behält Tirol das zweithöchste Rating AA+ bei langfristigen Anleihen und die Top-Note A-1+ für kurzfristige Bonds. Ausschlaggebend für die positive Bewertung sei laut Angaben von S&P-Analysten die stabile Entwicklung der Wirtschaft und des Haushaltes sowie die niedrige Schuldenlast Tirols. Tirol bilde nach Einschätzung der Analysten damit eine Ausnahme unter den österreichischen Bundesländern. Der Ausblick wird mit „stabil“ bewertet.

Seine Noten halten konnte auch Oberösterreich. Im Gegensatz zu Wien, Niederösterreich, der Steiermark und dem Burgenland. Wie bereits angekündigt hat S&P seine Bewertung für die vier Bundesländer mit dem Inkrafttreten des Hypo-Sondergesetzes auf AA gesenkt. Obwohl das Gesetz keine Änderungen für den Finanzausgleich vorsehe, bleibe die Ungewissheit, ob die Bundesregierung ein solches Gesetz künftig doch beschließen werde. In diesem Fall würde sich die Berechenbarkeit der Rahmenbedingungen für die österreichischen Bundesländer verschlechtern, begründet S&P. Schwerer wiegen für die Ratingexperten Aussagen und Handlungen der Bundesregierung, wie der verwehrte Zugang für Kärnten zu Mitteln der Bundesfinanzierungsagentur. Damit sinke laut S&P die Unterstützung des Bundes für die Länder.

Im Finanzministerium reagierte man überrascht über die Herabstufungen. In einer schriftlichen Stellungnahme betonte das Ministerium, dass eine Änderung des Finanzausgleichs nicht zur Debatte stünde. In den betroffenen Bundesländern rechnet man nicht mit Auswirkungen durch die Neu-Bewertung. (TT, APA)

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