Jürgen Fitschen: Bodenständiger Niedersachse beackert Weltkonzern

Frankfurt am Main (APA/dpa) - Jürgen Fitschen gilt als bodenständig. Kurz nach seinem Antritt als Co-Chef der Deutschen Bank am 1. Juni 2012...

Frankfurt am Main (APA/dpa) - Jürgen Fitschen gilt als bodenständig. Kurz nach seinem Antritt als Co-Chef der Deutschen Bank am 1. Juni 2012 verordnet der gebürtige Niedersachse dem Frankfurter Finanzriesen einen „Kulturwandel“. Als ehrenamtlicher Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB) würde er dabei am liebsten gleich die ganze Branche mitreißen.

Eigentlich sollte „der Jürgen“, wie der inzwischen 65-Jährige bis heute in seinem Heimatdorf Harsefeld-Hollenbeck bei Stade schlicht genannt wird, den väterlichen Bauernhof übernehmen. Stattdessen beackert er gemeinsam mit Co-Chef Anshu Jain einen Weltkonzern.

Geboren am 1. September 1948, absolviert Fitschen eine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann (1969-1971) und studiert anschließend in Hamburg Wirtschaftswissenschaften (1971-1975). Bei der Citibank (1975-1986) lernt Fitschen die Finanzbranche erstmals aus der Nähe kennen, 1987 wechselt er zur Deutschen Bank.

In den ersten Jahren dort entwickelt sich Asien zum Mittelpunkt: Der Manager knüpft für die Deutsche Bank Kontakte zu Kunden in Thailand, Japan und Singapur. Zeitweise ist der langjährige Firmenkundenchef mitverantwortlich für das Investmentbanking.

2001 rückt Fitschen erstmals in den Vorstand der Deutschen Bank auf, 2009 zieht der Manager erneut in das Top-Führungsgremium des Dax-Konzerns ein. Im Duo mit dem Investmentbanker Jain präsentiert sich Fitschen seit nunmehr gut zwei Jahren vor allem in Deutschland als Stimme des größten deutschen Geldhauses.

~ ISIN DE0005140008 WEB https://www.deutsche-bank.de/index.htm ~ APA269 2014-08-12/13:29


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