Rauchverbot in Gastronomie: Pharmazeutische Industrie dafür

Wien (APA) - Der Verband der pharmazeutischen Industrie (Pharmig) begrüßt ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie und die Forderung na...

Wien (APA) - Der Verband der pharmazeutischen Industrie (Pharmig) begrüßt ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie und die Forderung nach einem Gesundheitscheck für alle Gesetze. Sonst bleibe Österreich Schlusslicht beim Nichtraucherschutz, hieß es am Dienstag in einer Aussendung.

Man unterstütze das Plädoyer von Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ), die Einwände der Gastronomen greifen laut Jan Oliver Huber, Generalsekretär der Pharmig, zu kurz. Die Investitionen, die aufgrund der derzeit gesetzlichen Grundlage in den Lokalen getätigt wurden, müssten in den allermeisten Fällen bereits abgeschrieben sein.

Für jene finanziellen Aufwände, die noch nicht abgeschrieben seien, schlug Huber eine einmalige Sonderabschreibung vor. Damit könnte auch der Finanzminister ein klares Zeichen für den Nichtraucherschutz setzen. Hinsichtlich der Befürchtung, dass ein Rauchverbot in Lokalen die Gästezahlen schrumpfen ließe, verwies der Pharmig-Generalsekretär auf Nachbarländer: „Mir wäre noch nicht aufgefallen, dass bei unseren Nachbarn in Italien oder auch in Deutschland die Gaststätten verwaist wären.“

Huber forderte von der Politik „längst überfällige und effektive Maßnahmen, um die Raucherzahlen in Österreich endlich zu senken“. Im europäischen Vergleich liege Österreich laut einer Studie (Tobacco Control Scale 2013), die das Engagement für weniger Tabakkonsum in 34 Ländern vergleicht, an letzter Stelle - und das konstant seit 2007. „Es müssen endlich politische Entscheidungen getroffen werden, die nachhaltig sind, und zwar für die Gesundheit der Bevölkerung“, so Huber. Ein Mittel für weniger Tabakkonsum sieht Huber auch in der Forderung nach einem Gesundheitscheck für alle Gesetze, wie dies vor kurzem von Hauptverbandschef Hans Jörg Schelling geäußert wurde.

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„Um die Umwelt kümmern wir uns seit Jahrzehnten richtigerweise durch Umweltverträglichkeitsprüfungen. Wo aber bleibt die Gesundheit? Es ist längst an der Zeit, eine Gesundheitsverträglichkeitsprüfung in allen Politik- und Verwaltungsfeldern vorzusehen. Damit könnte die Politik beziehungsweise der Gesetzgeber ab sofort konsequente Entscheidungen in Richtung mehr Gesundheit treffen“, betonte Huber.


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