Fußball: Wettskandal-Prozess 2 - Video zeigte Bedrohung von Taboga

Graz (APA) - Am Nachmittag des dritten Verhandlungstages wurde ein Video vorgeführt, in dem Dominique Taboga bestätigte, dass er den Drahtzi...

Graz (APA) - Am Nachmittag des dritten Verhandlungstages wurde ein Video vorgeführt, in dem Dominique Taboga bestätigte, dass er den Drahtziehern des Wettbetrugs 50.000 Euro schulden würde, weil ein Spiel „misslungen“, also nicht wunschgemäß manipuliert worden war. Taboga erklärte, er sei massiv unter Druck gesetzt worden und habe um seine Familie Angst gehabt.

Erneut wurde Dominique Taboga befragt, diesmal ging es vor allem um die Drohungen, denen er sich nach den ersten Spielen permanent ausgesetzt fühlte. Er und ein Kollege eines anderen Vereins, der ihn eigentlich erst für die Manipulationen gewonnen hatte, waren immer wieder unter Druck gesetzt worden. „Sie haben gedroht, an die Öffentlichkeit zu gehen. Daher haben wir teilweise gezahlt“, schilderte der 31-Jährige.

Das Geld - zunächst war von 150.000 bis 200.000 Euro die Rede - wurde als „Schadensbegrenzung für misslungene Manipulationen“ angesehen. Derartige Summen konnten die Fußballer nicht zahlen, „aber zwei oder drei Mal habe ich 15.000 bis 20.000 Euro bezahlt“, so Taboga.


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