Tausend irakische Familien ins Bürgerkriegsland Syrien geflohen

Bagdad/Damaskus (APA/AFP) - Etwa tausend Familien sind vor der Jihadistengruppe Islamischer Staat (IS) aus dem Nordirak ins benachbarte Bürg...

Bagdad/Damaskus (APA/AFP) - Etwa tausend Familien sind vor der Jihadistengruppe Islamischer Staat (IS) aus dem Nordirak ins benachbarte Bürgerkriegsland Syrien geflohen.

Bei den Familien handle es sich um Menschen, die vor den radikalsunnitischen IS-Milizen zunächst ins Sinjar-Gebirge geflohen waren, und nun in der syrischen Provinz Hassaka Zuflucht gefunden hätten, berichtete am Dienstag die syrische Nachrichtenagentur SANA unter Berufung auf die syrische Sozialministerin Kinda Shamat.

Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR bezifferte die Gesamtzahl der Sinjar-Flüchtlinge in Syrien am Dienstag mit 10.000 bis 15.000. Wie SANA weiter berichtete, wurden die Flüchtlinge in einer Schule und in improvisierten Zeltdörfern untergebracht. Shamat habe bereits Unterstützung beim Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen angefragt.

Anfang August waren zehntausende Angehörige der religiösen Minderheit der Yeziden vor den Jihadisten aus der Stadt Sinjar ins Gebirge geflohen. Am Wochenende entkamen viele von ihnen über Syrien zurück in den Irak, andere blieben offenbar in Syrien. Die IS-Milizen haben weite Teile des Nordirak erobert, zugleich kämpfen sie im Bürgerkrieg in Syrien, wo sie ebenfalls große Gebiete kontrollieren. In Syrien sind seit dem Frühjahr 2011 mehr als 170.000 Menschen getötet worden. Rund 220.000 Syrer sind seitdem in den Irak geflohen.

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