Ukraine-Krise - Polen: Gefahr russischer Militärintervention geringer

Warschau (APA/Reuters) - Die Gefahr einer russischen Militärintervention im Osten der Ukraine lässt der polnischen Regierung zufolge nach. A...

Warschau (APA/Reuters) - Die Gefahr einer russischen Militärintervention im Osten der Ukraine lässt der polnischen Regierung zufolge nach. Außenminister Radoslaw Sikorski begrüßte am Dienstag die Ankündigung der Regierung in Moskau, einen Konvoi mit Hilfsgütern unter die Leitung des Internationalen Rotes Kreuzes zu stellen.

Noch vor wenigen Tagen habe es so ausgesehen, als ob Russland den Konvoi als Vorwand dafür nutzen könnte, um mit bewaffneten Soldaten in die Ukraine vorzudringen. Nun müsse auch die polnische Regierung anerkennen, dass Russland sich um einen Dialog mit der ukrainischen Regierung und dem Roten Kreuz bemühe, sagte Sikorski. Polen hat in der Ukraine-Krise stets auf einen härteren Kurs im Umgang mit Russland gedrungen.

Der russische Hilfskonvoi für die Ostukraine hatte zuletzt Befürchtungen genährt, dass die Regierung in Moskau in die Kämpfe im Nachbarland direkt eingreifen könnte. In der Nähe von Moskau setzten sich am Dienstag 280 Lastwagen mit Hilfsgütern in Bewegung. Die ukrainische Führung machte klar, dass der Transport nur bis zur Grenze fahren dürfe. Das russische Außenministerium sicherte zu, ab der Grenze könne das Rote Kreuz die Führung übernehmen.

Westliche Politiker befürchten dennoch, dass die Lieferungen als Tarnung oder Vorwand für eine russische Intervention genutzt werden könnte. Prorussische Separatisten waren im Kampf mit ukrainischen Regierungstruppen zuletzt in der Region in Bedrängnis geraten.


Kommentieren