Hunderte Bootsflüchtlinge von italienischer Marine gerettet

Vor der Insel Lampedusa mussten in den vergangenen Tagen erneut rund 870 Flüchtlinge in Sicherheit gebracht werden. Die Küstenwache ist im Dauereinsatz.

Zehntausende Flüchtlinge versuchen sich jährlich an der gefährlichen Flucht über den Seeweg. (Archivbild).
© EPA/ITALIAN NAVY

Rom – Mit seeuntauglichen Booten brechen Flüchtlinge aus Nordafrika oftmals in Richtung Europa auf, dabei geraten sie nicht selten im Mittelmeer in Seenot. Seit Oktober gibt es in Italien ein Kontrollprogramm zur Rettung von in Seenot geratenen Flüchtlingen. Rund 866 Bootsflüchtlinge verschiedener Nationalitäten sind im Rahmen des Programms „Mare Nostrum“ allein seit vergangenem Dienstag von der italienischen Marine im Mittelmeer gerettet worden. Die Küstenwache brachte 594 Migranten in Sicherheit, die auf einem Boot südlich der Insel Lampedusa unterwegs waren. Weitere 92 Flüchtlinge wurden an Bord eines Tankers genommen, berichteten die italienischen Behörden.

Ein griechisches Tankschiff rettete vor Sizilien 180 Migranten. Sie sollen in die Hafenstadt Porto Empedocle gebracht werden. Die Flüchtlinge brechen mit oftmals seeuntauglichen Booten von Nordafrika nach Europa auf.

Die Schiffe der italienischen Marine sind seit Oktober 2013 im Dauereinsatz. Mehr als 80.000 Flüchtlinge kamen seit Jahresbeginn an Italiens Küsten an. Bis Ende des Sommers werden es voraussichtlich 100.000 sein, schätzen die italienischen Behörden. (APA, tt.com)


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