Europas Leitbörsen zur Eröffnung überwiegend freundlich

Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen in Europa haben sich am Mittwochvormittag überwiegend von ihrer positiven Seite präsentiert. Der Eu...

Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen in Europa haben sich am Mittwochvormittag überwiegend von ihrer positiven Seite präsentiert. Der Euro-Stoxx-50 stand kurz vor 10.00 Uhr mit plus 0,84 Prozent bei 3.049,02 Einheiten. Der DAX in Frankfurt gewann 0,79 Prozent auf 9.141,47 Punkte. In London zeigte sich der FT-SE-100 hingegen mit einem kleinen Minus von 0,07 Prozent auf 6.627,50 Punkte.

Die Vorgaben von den Übersee-Märkten hatten keine klaren Signale geliefert. Laut Börsianern sind die Krisenherde Ukraine und Nahost derzeit wieder etwas in den Hintergrund gerückt, aus dem Blick gerieten sie dabei dennoch nicht. Dementsprechend richtet sich der Fokus der Anleger nun auf aktuelle Unternehmenszahlen sowie Nachrichten von der Konjunkturfront.

Billigeres Heizen und Tanken hat die Inflationsrate in Deutschland auf den niedrigsten Stand seit viereinhalb Jahren gedrückt, wurde in der Früh bekannt. Waren und Dienstleistungen hätten im Juli im Schnitt nur noch 0,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor gekostet, teilte das Statistische Bundesamt mit.

Im wachstumsschwachen Frankreich bleibt der Preisauftrieb auf Verbraucherebene ebenfalls kraftlos, hieß es weiter. Und auch die spanische Inflation zieht nicht an: Wie das Statistikamt INE mitteilte, lagen die Verbraucherpreise, gemessen am europäischen Index HVPI, im Juli 0,4 Prozent tiefer als ein Jahr zuvor.

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Ein Branchenvergleich in Europa zeigte Aufschläge auf breiter Front. Zu den stärksten Sektoren zählten dabei die Versorger sowie Banken und Telekom.

Aurubis-Aktien sind nach Zahlen um knapp sieben Prozent nach oben geklettert. Zwar fiel der Umsatz des Kupferproduzenten, beim um Sondereffekte bereinigten Gewinn vor Steuern stand allerdings wieder ein Plus zu Buche. Ein Jahr zuvor war noch ein Verlust angefallen. Die Prognosen für das laufenden Geschäftsjahr wurden bekräftigt. Ein Händler wertete die Resultate positiv.

E.ON-Aktien gewannen bis dato 4,22 Prozent. Dabei hat die Krise in der Energiebranche Deutschlands größten Versorger weiter fest im Griff, wie die Zahlen zeigten. Vor allem wegbrechende Erträge durch Verkäufe von Unternehmensteilen und negative Währungseffekte - unter anderem im Russland-Geschäft - ließen den um Sondereffekte bereinigten Konzernüberschuss im ersten Halbjahr um ein Fünftel einbrechen. Allerdings hätten Analysten im Schnitt mit einem noch stärkeren Rückgang gerechnet, kommentierte ein Händler.

Der Darmstädter Pharma- und Chemiekonzern Merck sieht sich weiter auf Kurs. Die negativen Auswirkungen des starken Euro steckte das Unternehmen einigermaßen gut weg - dank des Zukaufs von AZ-Electronic. An der Börse wurden die Zahlen positiv aufgenommen, zum Handelsstart lagen die Papiere mit 1,28 Prozent im Plus.

Der Schweizer Lebensversicherer Swiss Life hat im ersten Halbjahr vor allem im heimischen Markt zugelegt. Insgesamt stiegen die Prämieneinnahmen um 5 Prozent auf 10,8 Mrd. Franken, wie die Gesellschaft mitteilte. Der Reingewinn erhöhte sich um 3 Prozent auf 487 Mio. Franken (401,2 Mio. Euro). Die Aktien reagierten bis dato mit plus 4,31 Prozent auf das Zahlenwerk.

Der schweizerisch-britische Bergbaukonzern Glencore hat die Förderung seiner wichtigsten Rohstoffe auch im zweiten Quartal erhöht. Der Abbau von Kupfer legte verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 2,5 Prozent auf gut 359 000 Tonnen zu. Die Kohleförderung stieg trotz des globalen Überangebots um 5,7 Prozent auf 37,1 Millionen Tonnen. Glencore-Aktien büßten in London jedoch um 1,77 Prozent ein.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA120 2014-08-13/10:07


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