Ebola - Afrikanische Union begrüßt Einsatz experimenteller Mittel

Addis Abeba/Freetown/Conakry (APA/dpa) - Die Afrikanische Union hat die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum Einsatz kaum er...

Addis Abeba/Freetown/Conakry (APA/dpa) - Die Afrikanische Union hat die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum Einsatz kaum erprobter Präparate gegen Ebola in Westafrika begrüßt. „Es handelt sich um eine Krankheit, an der bis zu 90 Prozent aller Patienten sterben - und wenn es eine Behandlungsmöglichkeit gibt, dann sollte sie auch benutzt werden“, sagte der AU-Kommissar für Soziales, Mustapha Sidiki Kaloko, am Mittwoch.

Voraussetzung sei, dass die Patienten über die möglichen Vor- und Nachteile aufgeklärt würden und ihr Einverständnis zu der Behandlung gäben. Kaloko fügte hinzu, dass es sich bei der Epidemie um ein Problem handle, das nicht nur den Westen des Kontinents, sondern ganz Afrika betreffe. Die anderen AU-Mitgliedstaaten müssten sich mit den vier bisher betroffenen Ländern Guinea, Liberia, Sierra Leone und Nigeria solidarisch zeigen und finanzielle Mittel zur Bekämpfung der Seuche zur Verfügung stellen, erklärte der AU-Kommissar in Addis Abeba.

Wichtig sei es nun, die Gesundheitssysteme armer Länder in Afrika zu stärken, damit eine solch dramatische Epidemie in Zukunft verhindert werden kann. „In Europa wäre das nicht passiert, denn dort sind die Staaten in der Lage, die Fälle aufzuspüren und sofort zu isolieren.“ Außerdem müsse besser aufgeklärt werden. „Die Erziehung ist unser schwacher Punkt: Wir müssen den Menschen beibringen, dass es sich bei Ebola nicht um Hexerei handelt“, so Kaloko.

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