98.000 Bootsflüchtlinge seit Jahresbeginn in Italien angekommen

Rom (APA) - Die Flüchtlingswelle in Richtung Süditalien reißt nicht ab. Seit Jahresbeginn haben 98.000 Migranten die Küste Italiens erreicht...

Rom (APA) - Die Flüchtlingswelle in Richtung Süditalien reißt nicht ab. Seit Jahresbeginn haben 98.000 Migranten die Küste Italiens erreicht, berichtete Präfekt Mario Morcone, der im italienischen Innenministerium für Migrationsfragen zuständig ist, am Mittwoch. Bis Ende des Sommers werde Italien mit Sicherheit die Schwelle von 100.000 aufgenommenen Migranten überschreiten, so Morcone.

1.396 Bootsflüchtlinge verschiedener Nationalitäten sind seit Dienstag von der Marine im Mittelmeer gerettet worden, das geht aus neu veröffentlichten Daten der italienischen Behörden hervor. Italien hat im Oktober mit dem Kontrollprogramm „Mare Nostrum“ zur Rettung von Flüchtlingen in Seenot begonnen. Die Schiffe der italienischen Marine sind seitdem im Dauereinsatz.

„Trotz unserer Bemühungen kommen immer noch viele Menschen bei den gefährlichen Seefahrten ums Leben. Unser Einsatz ?Mare Nostrum ? zur Rettung von Migranten im Mittelmeerraum ist nicht die Lösung. Die internationale Gemeinschaft muss sich engagieren, um den Flüchtlingsstrom in Richtung Europa zu stoppen. Wir können uns jedoch nicht der moralischen Pflicht entziehen, Migranten in Seenot zu retten“, sagte Morcone.

Die Oppositionsparteien setzen die Regierung Renzi zunehmend unter Druck und fordern von dieser, die Ankunft der Flüchtlinge in Italien zu unterbinden. Die Mitte-Rechts-Partei Forza Italia um Ex-Premier Silvio Berlusconi ruft die EU zu einem sofortigen Einsatz in Libyen auf, um die Abfahrt der Flüchtlingsboote zu verhindern. Die Partei warnt vor den zunehmenden Ausgaben Italiens zur Bewältigung des Flüchtlingsproblematik.

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