FMA - Zukunftsvorsorge-Markt stagnierte 2013, Performance schwach

Wien (APA) - Der Markt für die staatlich geförderte Altersvorsorge („Zukunftsvorsorge“) stagnierte im Vorjahr, teilte die Finanzmarktaufsich...

Wien (APA) - Der Markt für die staatlich geförderte Altersvorsorge („Zukunftsvorsorge“) stagnierte im Vorjahr, teilte die Finanzmarktaufsicht (FMA) mit. Die Performance sei schwach gewesen. Beim verwalteten Vermögen sei das Wachstum merklich zurückgegangen. Die Zahl der Verträge sank gegenüber 2012 leicht um 2.127 Stück bzw. 0,13 Prozent auf 1,636 Millionen.

Die Gesamtperformance der prämienbegünstigten Zukunftsvorsorge - vor Kosten und mit dem Veranlagungsvolumen gewichtet - habe im vergangenen Jahr 1,13 Prozent betragen und sei damit deutlich unter den im Jahr 2012 erzielten 5,6 Prozent gelegen. Die Versicherungen, bei denen 94 Prozent aller Verträge abgeschlossen sind, erwirtschafteten Veranlagungserträge von 1,27 Prozent. Bei den Kapitalanlagegesellschaften gab es dagegen ein Minus von 0,12 Prozent.

Die schwache Performance „ist großteils dem anhaltend niedrigen Zinsumfeld sowie der gesetzlich geforderten Kapitalgarantie geschuldet“, so die FMA in ihrer Mitteilung zur heute veröffentlichten Studie „Der Markt für die Prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge“.

Als „ausgestoppt“ gemeldet worden seien 119.533 Verträge - 7,3 Prozent aller aufrechten Verträge. Das heiße, die ertragswirksame Aktienquote liege unter 1 Prozent. Die Produkte seien zwar gegen weitere Abwärtsbewegungen am Aktienmarkt abgesichert, nehmen aber auch nicht mehr an Aufwärtsbewegungen teil. Bei den Versicherungsprodukten sei dies nur bei 2,1 Prozent der Verträge der Fall, bei den KAG-Produkten bei 93,6 Prozent. Die Gesamtaktienquote lag 2013 bei 33,01 Prozent (2012: 33,3 Prozent). Der Anteil der Unternehmensanleihen lag bei 22,32 (23,45) Prozent.

Von den rund 1,636 Millionen Verträgen entfielen 94,2 Prozent bzw. 1,54 Millionen Stück auf Versicherungen. Der Rückgang bei den Produkten von Kapitalanlagegesellschaften (minus 2,44 Prozent) sei durch den leichten Anstieg bei Versicherungsverträgen (+0,02 Prozent) beinahe ausgeglichen worden.

Die eingenommenen abgegrenzten Prämien sanken um 4,02 Prozent auf 1,03 Mrd. Euro.

Das verwaltete Vermögen wuchs um 8,9 Prozent auf 7,8 Mrd. Euro. 2012 hatte das Wachstum noch 24,6 Prozent betragen. Das verwaltete Vermögen der Zukunftsvorsorge betrage rund 45 Prozent des gesamten von Pensionskassen verwalteten Vermögens, so die FMA.

Hinsichtlich der Laufzeiten zeige sich, dass die Prämiengeförderte Zukunftsvorsorge (PZV), immer stärker „tatsächlich als Vorsorge- und weniger als Veranlagungsprodukte gesehen wird“. Mehr als die Hälfte der Verträge (56,2 Prozent) habe Laufzeiten von mindestens 30 Jahren.

Die höchste mögliche prämienbegünstigte Einzahlung betrug im Vorjahr 2.445,50 Euro. Die staatliche Prämie belief sich demnach mit 4,25 Prozent auf maximal 103,90 Euro (2012: 99,02 Euro). Für 2014 beträgt die höchstmögliche staatliche Prämie 106,04 Euro.

Die durchschnittlich vereinbarte Jahresprämie betrug laut Studie bei den Versicherungen im vergangenen Jahr 632 Euro, nach 653 Euro 2012. Bei den Kapitalanlagegesellschaften sanken die durchschnittlichen Nettoeinzahlungen auf 614 (711) Euro.

(Grafik 0967-14, Format 42 x 80 mm)

~ WEB http://www.fma.gv.at ~ APA289 2014-08-13/13:23


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