Ebola - Deutsche Regierung empfiehlt Ausreise aus betroffenen Ländern

Berlin/Freetown/Conakry (APA/dpa) - Wegen der Ebola-Epidemie in Westafrika hat das deutsche Außenministerium deutsche Staatsbürger zur Ausre...

Berlin/Freetown/Conakry (APA/dpa) - Wegen der Ebola-Epidemie in Westafrika hat das deutsche Außenministerium deutsche Staatsbürger zur Ausreise aus den westafrikanischen Ländern Guinea, Sierra Leone und Liberia aufgefordert. Das gelte ausdrücklich nicht für medizinisches Personal, sagte ein Sprecher am Mittwoch in Berlin. Botschaften etc. bleiben geöffnet. Das österreichische Außenministerium rät de facto von Reisen dorthin ab.

Es gibt auch kaum Österreicher in den betroffenen Staaten wie Liberia, Sierra Leone und Guinea. Erst vor kurzem hat der Tropenmediziner Herwig Kollaritsch gegenüber der APA erklärte, dass er in 30 Jahren keinen einzigen Österreicher als Touristen, der in diese Länder gereist sei, betreut habe. Die Staaten haben auch kaum touristische Ziele. Angehörige von Hilfsorganisationen sind speziell geschult und informiert, ebenso Angehörige von Vertretungsbehörden etc.

Das österreichische Außenministerium rät im Grunde genommen von Reisen (touristisch) in die von Ebola betroffenen Länder ab. So heißt es auf der Homepage des Ministeriums beispielsweise für Guinea: Seit Februar 2014 wurden Fälle des Ebola Virus mit hunderten Todesopfern (...) gemeldet (...). An den Grenzen ist mit einem Gesundheitsscreening zu rechnen. Die Möglichkeit einer Einschränkung des internationalen Flugverkehrs besteht. Eine Unterstützung durch die österreichische Vertretungsbehörde wird diesbezüglich nicht oder nur in sehr eingeschränktem Maß stattfinden können, eine medizinische Evakuierung ist nicht gewährleistet.“ Ebola stellt aber, wenn man die Anmerkungen zu den einzelnen Ländern liest, nur eines von vielen Risiken in der Region dar.

Fast gleichlautende Anmerkungen finden sich auf der Homepage des österreichischen Außenministeriums auch für Sierra Leone und für Liberia (www.bmeia.gv.at).

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Die Österreicher sind wegen Ebola offenbar wenig besorgt. Bei der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) wurde eine Hotline eingerichtet (Tel.: 050 555 555, von Montag bis Freitag von 8.00 bis 17.00 Uhr besetzt). Dort gab es bis Dienstag am Nachmittag aber nur einige Dutzend Anrufe, zum größten Teil wegen Reiseauskünften, die weit entfernte Regionen betreffen. So wurde zum Beispiel wegen einer möglichen Gefahr bei Reisen nach Nordafrika oder auf die Kapverdischen Inseln nachgefragt. Sie sind von den von Ebola betroffenen westafrikanischen Ländern in etwa so weit entfernt wie Österreich.


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