Innsbruck vergibt Jagd künftig nur in Paketen

Innsbruck – Es sind zwei Eigenjagden, über welche die Stadt Innsbruck im Bereich der Nordkette verfügt. Einerseits das Jagdgebiet der Höttin...

Innsbruck –Es sind zwei Eigenjagden, über welche die Stadt Innsbruck im Bereich der Nordkette verfügt. Einerseits das Jagdgebiet der Höttinger Alm (420 Hektar) und andererseits jenes im Samertal (1578 Hektar). Speziell Letzteres sei ein wichtiges Kerngebiet für Gamswild, heißt es. Reviere, die bis dato auf die Dauer von zehn Jahren verpachtet wurden. Damit ist jetzt Schluss.

Nach Auslaufen der aktuellen Pachtverträge (2016 bzw. 2015) wird nicht mehr die Jagd als Gesamtes, sondern werden nur noch einzelne „Abschusspakete“ vergeben. Darauf einigte sich am Mittwoch der Innsbrucker Stadtsenat – einstimmig. Im Gegensatz zu einer Verpachtung verbleibt damit das Jagdrecht in diesen Revieren bei der Stadt. Das Forstamt ist für Jagdschutz und -leitung zuständig. Dadurch erhofft sich die Stadt, einigen Entwicklungen im Jagdwesen entgegenzuwirken. „Die Jagd soll nicht mehr feudal und elitär sein“, sagt der für das Forstamt zuständige Vizebürgermeister Christoph Kaufmann. Oft könnten sich nur noch zahlungskräftige Pächter und Institutionen eine Jagd leisten. Diesen „weitläufigen und starken Netzwerken“ wolle man entgegenwirken, wurde dem Stadtsenat mitgeteilt. Eine öffentliche Ausschreibung der Abschusspakete gemäß der behördlichen Abschusspläne schaffe Transparenz darüber, wer wann zu welchem Preis in den städtischen Revieren auf die Jagd gehen könne, so Kaufmann. Und er habe auch kein Problem damit, die Namen jener zu veröffentlichen, die solche Pakete kaufen.

Für die Stadt selbst soll sich diese Vergabeänderung finanziell nicht weiter auswirken. Ziel sei es, mit den einzelnen Paketen einen ähnlich hohen Ertrag zu erwirtschaften wie bisher mit der Jahrespacht. Und noch eines: Abschüsse wolle sich die Stadt selbst keine zurückbehalten. (mami)


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