Deutscher Wohnungskonzern Gagfah traut sich mehr zu

Frankfurt (APA/Reuters) - Ein Jahr nach seiner Neuausrichtung kommt der deutsche Wohnungskonzern Gagfah in Fahrt. Weil das erste Halbjahr üb...

Frankfurt (APA/Reuters) - Ein Jahr nach seiner Neuausrichtung kommt der deutsche Wohnungskonzern Gagfah in Fahrt. Weil das erste Halbjahr überraschend gut lief, schraubte das Unternehmen am Mittwoch sein Jahresziel nach oben: Das operative Ergebnis aus dem laufenden Geschäft (FFO) soll nun auf 86 bis 88 (zuvor: 84 bis 86) Cent je Aktie steigen, wie Gagfah am Mittwoch mitteilte. Das wären bis zu 190 (2013: 124) Mio. Euro.

Für die Aktionäre soll ebenfalls mehr abfallen: Gagfah stellt für 2014 eine Dividende von 30 bis 35 Cent je Aktie in Aussicht, 35 Prozent mehr als bisher.

„Wir sind sehr zuversichtlich für den weiteren Verlauf des Jahres und haben uns deshalb entschieden, unsere Aktionäre noch stärker am Erfolg des Unternehmens teilhaben zu lassen“, erklärte Vorstandschef Thomas Zinnöcker. Auch andere Wohnungskonzerne wie LEG locken mit höheren Ausschüttungen, denn der Wettbewerb um die Investoren ist groß.

Nachdem Gagfah unter Zinnöcker seine milliardenschwere Refinanzierung abgeschlossen und den hohen Leerstand in den Griff bekommen hat, stehen auch hier wieder die Anleger im Vordergrund. Die im Nebenwerteindex MDax gelistete Aktie ist inzwischen vollständig in Streubesitz. Der US-Finanzinvestor Fortress, der Gagfah einst an die Börse gebracht hatte, war im Juni nach zehn Jahren komplett ausgestiegen. Die Titel legten bis Mittwochmittag 2,5 Prozent zu.

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Im ersten Halbjahr verdoppelte Gagfah die Funds From Operations (FFO; operative Ergebnisgröße) nahezu auf 93,2 Mio. Euro, obwohl der Wohnungsbestand leicht schrumpfte. Das Unternehmen ist seit einiger Zeit dabei, Bestände in nicht-strategischen Regionen abzustoßen - sei es durch die Veräußerung einzelner Wohnungen oder über große Blockverkäufe.


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