Politischer Wirbel um Klagenfurter Flughafen

Klagenfurt (APA) - Klagenfurts Bürgermeister Christian Scheider und sein Vize Albert Gunzer (beide FPÖ) haben bei einer Pressekonferenz am M...

Klagenfurt (APA) - Klagenfurts Bürgermeister Christian Scheider und sein Vize Albert Gunzer (beide FPÖ) haben bei einer Pressekonferenz am Mittwoch Alarm wegen angeblicher Schließungspläne für den Klagenfurter Flughafen geschlagen. Stefan Primosch, Büroleiter von Finanzreferentin Gabriele Schaunig (SPÖ), sagte zur APA, dass lediglich ein Projekt zur Sanierung des Flughafens geprüft werde.

Aufgescheucht hatte die freiheitlichen Kommunalpolitiker ein Schreiben der Kärntner Landesholding, welche die Flughafenanteile des Landes verwaltet. Darin wird die Stadt aufgefordert, sich an den Kosten für eine Studie zu beteiligen - der Flughafen gehört zu 80 Prozent dem Land, 20 Prozent gehören der Stadt. Für die Studie sind laut Stadt-Aussendung insgesamt 162.000 Euro fällig.

Über den genauen Inhalt der Studie gibt es offenbar verschiedene Ansichten. Laut Scheider und Gunzer widmet sich die Studie der Frage, ob weiter in den Flughafen investiert werden solle. Dabei sei der Flughafen für die Wirtschaft unentbehrlich, man fürchte um die Arbeitsplätze.

Anders sieht man die Studie in der Landesregierung. Laut Primosch soll damit ein konkret vorliegendes Projekt zur Sanierung des Flughafens geprüft werden. 30 Mio. Euro sollen in die Landebahn und den Hangar investiert werden, 12 Millionen müsste das Land zahlen, 3 Millionen die Stadt. Die Studie soll bis Mitte September fertig sein und eine fundierte Begründung für das Projekt liefern, mit der man sich dann in einer Notifikation an die Europäische Union wenden kann. Vorher müsste das Projekt noch in die Landesregierung. Angepeilt wird die Sitzung am 23. September. Erst wenn die EU dem Projekt zugestimmt hat - es geht vor allem um beihilfenrechtliche Fragen - kann die Ausschreibung erfolgen.


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