Brasilien: Präsidentschaftskandidat stirbt bei Flugzeugunglück

Eduardo Santos sollte bei der Wahl am 5. Oktober für die Sozialisten antreten. Beim Absturz eines Leichtflugzeugs kamen er und sechs weitere Passagiere ums Leben.

Sao Paulo - Beim Absturz eines Leichtflugzeugs im brasilianischen Santos am Mittwoch wurden der sozialistische Präsidentschaftskandidat Eduardo Campos und sechs weitere Personen getötet. Das bestätigte am Mittwoch der Präsident der Partei PSB, Carlos Siqueira, im Fernsehsender Globo. Die Kandidatin für das Amt des Vizepräsidentin, Marina Silva, sei dagegen nicht an Bord gewesen, verlautete am Mittwoch aus PBS-Kreisen.

Nach Angaben der Luftwaffe stürzte der Privatjet vom Typ Cessna 560XL in der Stadt Santos im Bundesstaat Sao Paulo bei schlechtem Wetter aus bisher noch ungeklärten Gründen kurz vor der Landung ab. Bei den weiteren Toten handelt es sich um die beiden Piloten, zwei Berater des Politikers, einen Fotografen und einen Kameramann.

Präsidentin Dilma Rousseff sagte alle Wahlkampftermine ab und wollte sich im Laufe des Tages zu dem Unglück äußern. Vize-Präsident Michel Temer zeigte sich geschockt und sprach von einer Tragödie.

Campos war erst Ende Juni von seiner Partei als Kandidat für die Präsidentschafswahl am 5. Oktober nominiert worden. Amtsinhaberin Dilma Rousseff dürfte dabei Umfragen zufolge ihr Amt im zweiten Wahlgang verteidigen. Bei einer Anfang August veröffentlichten Erhebung kam sie auf 38 Prozent, ihr wichtigster Herausforderer Aecio Neves auf 23 Prozent und Campos auf neun Prozent. (APA/Reuters/AFP)

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