Gaza-Konflikt - Netanyahu wirft UNO Legitimierung der Hamas vor

Gaza (APA/AFP) - Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat dem UN-Menschenrechtsrat am Mittwoch vorgeworfen, durch die Untersuchungsk...

Gaza (APA/AFP) - Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat dem UN-Menschenrechtsrat am Mittwoch vorgeworfen, durch die Untersuchungskommission zum Gazakonflikt „Terrororganisationen“ wie die Hamas zu legitimieren. Das Gremium sehe über „Massaker“ hinweg, die in anderen Konfliktgebieten der Region begangen würden, und beschäftige sich stattdessen mit der Rolle der „einzigen Demokratie“ im Nahen Osten.

Auf diese Weise werde „mörderischen Terrororganisationen“ wie der radikalislamischen Hamas und der Gruppe Islamischer Staat (IS), die im Irak und in Syrien auf dem Vormarsch ist, Legitimität erteilt. Statt die Verteidigung Israels gegen Raketenangriffe aus dem Gazastreifen zu prüfen, müsse sich die UN-Untersuchungskommission vielmehr „mit Damaskus, Bagdad und Tripolis“ beschäftigen, erklärte Netanyahu nach Angaben seines Büros mit Blick auf die Kriege und Konflikte in Syrien, im Irak und in Libyen. Israel handle legitim und schütze seine Bürger.

Der Untersuchungssauschuss soll im Auftrag des UN-Menschenrechtsrats alle Verstöße gegen internationales humanitäres Recht und die Menschenrechte prüfen, vor allem im Gazastreifen. Israel hatte seinen Militäreinsatz am 8. Juli begonnen und damit auf den Raketenbeschuss der Hamas aus dem Gazastreifen reagiert. Seitdem wurden auf palästinensischer Seite fast 2000 Menschen getötet, außerdem starben 67 Israelis.


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