Trainer Schwarz lässt Mayrhofen wieder glänzen

Seit Trainer-Urgestein Wolfgang Schwarz (62) das Zepter bei der SVG Mayrhofen übernommen hat, geht es steil bergauf. Auch in der Landesliga will der Aufsteiger aus dem Zillertal auf der Erfolgswelle weitersurfen.

Von Benjamin Kiechl

Mayrhofen –Der Erfolg bei der Sportvereinigung Mayr­hofen hat einen Namen: Wolfgang Schwarz. Der Innsbrucker übernahm im Herbst vergangenen Jahres (7. Runde) die Zügel beim lahmenden Pferd Mayrhofen, seither ging es in der Gebietsliga im Galopp Richtung Aufstiegszone. Und auch eine Klasse höher lassen die Zillertaler bis jetzt wenig anbrennen: 0:0 auswärts beim Vorjahres-Sechsten St Ulrich und zuvor ein 6:0-Kantersieg gegen Breitenbach lassen keinen Zweifel aufkommen – das „Werkl“ läuft!

Als diszipliniert und strukturiert beschreibt Dietmar Leo, der neue sportliche Leiter, die Arbeitsweise von Erfolgstrainer Schwarz. „Er hat ein gutes Auge und weiß, wie er in gewissen Spielsituationen reagieren muss.“ Auch die scharfe Analyse der Gegner gehöre zu seinen Stärken. Laut und emotionsgeladen wie gegen St. Ulrich ist er manchmal. „Ruhig und sachlich“ bringe er Mayrhofen auf Hochglanz, sagt man im Verein.

Mit dem UEFA-Pro-Lizenz-Trainer hat Mayrhofen einen Kapazunder auf der Kommandobrücke. Immerhin war er für vier Spiele Interimstrainer bei Wacker Innsbruck (1994), dirigierte die WSG Wattens (1997–2000) und Austria Lustenau (2000–2001). Auch wenn Schwarz, der gerne zur Zigarette greift, immer wieder mit gesundheitlichen Problemen (Herz) zu kämpfen hat – bei den Zillertalern ist er mit Leib und Seele Cheftrainer. „Ich mag nicht daheim sitzen, was soll ich denn den ganzen Tag tun?“, sagt der 62-Jährige, dem die Arbeit mit jungen Leuten sichtlich Spaß macht.

Ehemalige Spieler schildern ihn als „extrem fokussiert“ und „perfektionistisch“. Bei Mayrhofen sorgte er dafür, dass ein Ruck durch die Mannschaft ging. Auch Stürmer Mario Schiestl, der zuvor als Spielertrainer engagiert war, trifft nun wieder fast nach Belieben. Schwarz will auch in dieser Saison „Akzente setzen“ und das Team weiterentwickeln.

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Mit der Abstiegszone in der Landesliga will der langjährige BNZ-Coach nichts zu tun haben, sondern Mayrhofen in der Liga etablieren. Von Euphorie zu sprechen, wäre zwar verfrüht, doch man merke, dass die Zuschauerzahlen stetig ansteigen. In dieser Tonart kann es weitergehen. „Ich bin zufrieden“, sagt Schwarz mit brummiger Stimme – und zieht genüsslich an seinem Glimmstängel.


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