Vorarlberg-Wahl: Nirgendwo leuchtet pink so grell

Wien/Bregenz (APA) - Dass Vorarlberger gerne Vorarlberger wählen, ist spätestens seit den starken Ergebnissen von Hans-Peter Martin im „Länd...

Wien/Bregenz (APA) - Dass Vorarlberger gerne Vorarlberger wählen, ist spätestens seit den starken Ergebnissen von Hans-Peter Martin im „Ländle“ bekannt. Diese Eigenschaft machte sich auch NEOS-Gründer Matthias Strolz zunutze. Nirgendwo hat die pinke Truppe um ihren Vorarlberger Gründer bisher derart stark gepunktet wie - je nach Sichtweise - dies- bzw. jenseits des Arlbergs.

Schafften die NEOS bundesweit die Vier-Prozent-Hürde bei der Nationalratswahl im vergangenen Jahr nur relativ knapp, wäre diese in Vorarlberg kein ernst zu nehmendes Hindernis gewesen. 13,1 Prozent entschieden sich für pink und damit fast gleich viele wie für die SPÖ.

Was der ÖVP besonderes Kopfzerbrechen machte: Nicht wie zu erwarten nur in den Städten punktete die liberale Partei sondern vor allem in den Kleingemeinden, die sonst sichere Banken für die Volkspartei sind. Dass man in Strolz‘ Heimatgemeinde Dalaas fast 40 Prozent holte, kann man insofern nicht als Einzelfall abtun, als auch die anderen Kommunen aus den NEOS-Top-Ten durch die Bank Klein- und Kleinstgemeinden sind. Besonders erstaunlich ist, wie viel Pink die NEOS in den stets tief schwarzen Bregenzer Wald gebracht haben.

Enttäuschten die NEOS bei den Europawahlen mit 8,1 Prozent bundesweit, gemessen an den durch Umfragen geschürten Erwartungen, blieb bei den Vorarlbergern Pink in Mode. 14,9 Prozent waren das bei weitem stärkste Landesergebnis für die NEOS und das, obwohl diesmal mit der Kärntner Spitzenkandidatin Angelika Mlinar der Strolzsche-Heimvorteil fehlte.

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Beim Urnengang am 21. September wird sich nun erstmals eine NEOS-Landespartei mit den anderen Fraktionen messen müssen. Nach Streitereien um die Listenplätze ist man mit Chris Alge einen der bekanntesten NEOS des Ländles losgeworden und es muss mit Sabine Scheffknecht eine nicht allzu vielen Vorarlbergern vertraute Neo-Politikerin die Kastanien aus dem Feuer holen. Allein lässt man sie dabei allerdings nicht. Parteichef Strolz wird so oft wie kein anderer Spitzenpolitiker aus dem Bund Vorarlberg in den kommenden Wochen bereisen.


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