Sanktionen - Zeitung: Rosneft bittet Russland um Milliarden

Moskau (APA/Reuters) - Wegen der Sanktionen des Westens hat der staatliche russische Ölkonzern Rosneft einem Zeitungsbericht zufolge die Reg...

Moskau (APA/Reuters) - Wegen der Sanktionen des Westens hat der staatliche russische Ölkonzern Rosneft einem Zeitungsbericht zufolge die Regierung um Milliardenhilfen gebeten. Konzernchef Igor Setschin habe vorgeschlagen, dass der russische Staatsfonds Rosneft-Anleihen kaufen solle, berichtete das Wirtschaftsblatt „Wedomosti“ am Donnerstag unter Berufung auf Regierungskreise.

Demnach gibt es ein Schreiben von Ministerpräsident Dmitri Medwedew mit der Anweisung, den Vorschlag zu prüfen.

Der Zeitung zufolge schlägt Setschin Hilfen von 1,5 Bill. Rubel (30,96 Mrd. Euro) vor. Allerdings sei das meiste Geld des Staatsfonds bereits in andere Projekte investiert. Es sei unwahrscheinlich, dass Medwedew den Plan unterstütze, berichtete das Blatt. Rosneft lehnte einen Kommentar ab.

Wegen des Konfliktes in der Ukraine hat der Westen russische Firmen mit Sanktionen belegt. So darf sich Rosneft auf dem US-Finanzmarkt kein Geld mehr leihen. Dies betrifft Anleihen und Darlehen, die eine Laufzeit von mehr als drei Monaten haben.

Die USA und die EU wollen Russland mit den Sanktionen dazu bewegen, auf die Separatisten im Osten der Ukraine mäßigend einzuwirken. Sie werfen der Regierung in Moskau außerdem vor, die Kämpfer zu unterstützen. Dies weist Russland zurück.

~ WEB http://www.rosneft.com/ ~ APA091 2014-08-14/09:28


Kommentieren