Stichwort - Katholische Kirche in China

Vatikanstadt (APA/dpa) - Die römisch-katholische Kirche in China ist zwischen kommunistischer Kontrolle und Loyalität zum Papst gespalten. D...

Vatikanstadt (APA/dpa) - Die römisch-katholische Kirche in China ist zwischen kommunistischer Kontrolle und Loyalität zum Papst gespalten. Die Staatskirche darf den Papst nicht als ihr Oberhaupt anerkennen. An ihrer Spitze steht die „Katholische Patriotische Vereinigung“.

Nach ihrer Machtübernahme 1949 hatten die Kommunisten die Beziehungen zum Vatikan 1951 abgebrochen. Die Staatskirsche zählt heute rund fünf Millionen Mitglieder. Die schätzungsweise doppelt so große Untergrundkirche entzieht sich der kommunistischen Kontrolle. Ihre Mitglieder stehen loyal zum Papst, leiden deswegen aber unter staatlicher Verfolgung, was ein Streitpunkt mit Rom ist.

Die Ernennung von Bischöfen ist seit Jahren ein Hauptkonfliktpunkt zwischen dem Vatikan und China. Peking fürchtet einen Einfluss der Kirche auf die politischen Verhältnisse in China wie früher in Polen und gibt das Privileg, Bischöfe zu ernennen, nicht ab.

Bischöfe werden in China von Priestern, Nonnen und Laien aus der Gemeinde vorgeschlagen - und von Parteivertretern bestimmt. Über Jahre gab es eine stillschweigende Übereinkunft, nach der Peking nur Bischöfe ernannte, deren Berufung der Papst billigt. Aber im Jahr 2006 und im Jahr 2010 gab es Streit über die Ernennung von Bischöfen. Rom exkommunizierte mehrere von ihnen. Daraufhin ging Peking hart gegen Vatikan-treue Bischöfe vor.

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